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Chronik Burgenland
02/13/2020

SPÖ Burgenland will gleich viel Pendlerpauschale für alle

Burgenländische SPÖ skizziert ihre Vorstellung einer gerechten Pendlerpauschale: gleich viel für Verkäuferin und Manager.

von Thomas Orovits

„Ja zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs, aber Nein zu Autofahrer-Bashing“ – auf diese einfache Formel brachten am Donnerstag der designierte SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich und Pendlersprecher Wolfgang Sodl die Position der burgenländischen Roten zu den Plänen der türkis-grünen Bundesregierung.

Die beiden Mandatare fürchten, dass im Zuge der von Türkis-Grün angekündigten Ökologisierung des Steuersystems etwa eine kilometerabhängige Maut kommt. „Eine CO2-Strafsteuer wäre fatal für unsere Pendler“, verweisen Hergovich und Sodl darauf, dass acht von zehn Arbeitnehmern entweder im Land oder über die Landesgrenzen hinaus pendeln müssten und viele davon mangels Alternativen auf den eigenen Pkw angewiesen seien.

Mehr Geld für Pendler

Der Gegenvorschlag aus dem SPÖ-Klub: Die Pendler sollten nicht mehr zahlen müssen, sondern mehr bekommen. Möglich machen soll das eine Umstellung der Pendlerpauschale auf die tatsächlich gefahrenen Kilometer.

Anhand eines fiktiven Beispiels: Eine Verkäuferin und ein Manager aus einem Ort im Mittelburgenland fahren täglich 63 Kilometer nach Eisenstadt in die Arbeit. Der Verkäuferin bringt die Pauschale bei ihrem Bruttogehalt von 1.500 Euro monatlich rund 532 Euro jährlich, dem Manager bei einem Monatsbrutto von 4.300 aber 1.666 Euro. Bei einer kilometerabhängigen Pauschale bekämen beide hingegen fast 2.000 Euro im Jahr. Denn der „Sprit kostet für Verkäuferin und Manager gleich viel“, so Hergovich.

In manchen Fragen sind Rot und Grün aber gar nicht so weit voneinander entfernt. In Sachen Pendlerpauschale fände sie es gerechter, wenn dieses nicht vom Einkommen abhängig wäre, sagte Verkehrsministerin Leonore Gewessler jüngst.

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