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Chronik Burgenland
01/28/2020

Spektakulärer Greenpeace-Protest gegen Coca Cola und Plastik

Aktivisten errichteten am Dienstagvormittag einen „Plastik-Wasserfall“ vor dem Coca-Cola-Werk Edelstal.

von Stefan Jedlicka

Rund 30 Greenpeace-Aktivisten protestierten am Dienstagvormittag spektakulär beim Coca-Cola-Werk in Edelstal gegen den Einsatz von Wegwerfplastik. Die Umweltschützer seilten sich mit einem Transparent vom Gebäude ab. An der Fassade installierten sie eine Rohrleitung, aus der symbolisch Tausende Plastikflaschen strömten. Greenpeace fordert, dass Coca-Cola den Verpackungsmüll reduziert und im Einzelhandel auf ein Mehrwegsystem umsteigt, betonte Sprecherin Lisa Panhuber: „Bis zu 300.000 Flaschen verlassen stündlich das Werk in Edelstal. Insgesamt produziert Coca-Cola mehr als ein Viertel des PET-Mülls in Österreich.“

Mehrweg-Glasgebinde

Nach der Aktion habe sich „ein guter inhaltlicher Austausch“ ergeben, sagt Coca-Cola-Österreich-Unternehmenssprecher Philipp Bodzenta. Man habe Unterstützung angeboten, den von Greenpeace mitgebrachten Plastikmüll bei der PET-Recyclinganlage in Müllendorf zu entsorgen. „Reines Plastik-Bashing“ sei zu wenig. „Einige der wichtigen Ziele, die sich Coca-Cola selbst setzt, liegen sogar über den EU-Vorgaben“, so Bodzenta. Man strebe etwa eine 100-prozentige Sammelquote bis 2030 an. Zur Greenpeace-Forderung nach Mehrweg-Lösungen gibt er zu bedenken: „Keine Verpackung ist perfekt, alle Arten haben Auswirkungen auf die Umwelt, auch Mehrweg. Kunststoff, vor allem mit hohem Recycled-PET-Anteil, hat eine geringere -Bilanz als Glas oder Aluminium.“ Der Großteil der Gastronomiekunden werde mit Mehrwegglas-Gebinden beliefert. Im Lebensmittelhandel wolle man das Mehrwegglas-Angebot 2020 ausbauen.

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