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Chronik Burgenland
02/18/2021

So will Eisenstadt das Verkehrsproblem lösen

Mehr Radfahren und zu Fuß gehen soll Situation entlasten. Stadtchef Steiner (ÖVP) fordert mehr Corona-Hilfen vom Land.

von Michael Pekovics

Die Frage des Baus einer U-Bahn, wie aktuell in Graz diskutiert wird, stellt sich für die per Eigendefinition "kleinste Großstadt der Welt" wohl noch länger nicht. Trotzdem steht die 15.000 Einwohner zählende burgenländische Landeshauptstadt angesichts der massiven Bevölkerungszunahme in den vergangenen Jahren vor einigen Herausforderungen. Eine davon ist der innerstädtische Verkehr.

"Da haben wir ein großes Problem", sagt Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) im KURIER-Talk im Pods & Bowls auf der Wiener Mariahilfer Straße.

18.000 Jobs gibt es in seiner Stadt, dazu kommen noch rund 7.500 Schüler. Vor allem zu den Stoßzeiten bilden sich vor den innerstädtischen Kreisverkehren oft lange Autokolonnen. Vor allem dann, wenn wieder einmal ein größeres Straßenbauprojekt umgesetzt wird.

Angesichts des ständigen Wachstums wurde bereits vor Jahren der Stadtbus installiert. Täglich werden so rund 1.200 Fahrgäste befördert.

"Jetzt wollen wir noch mehr ins Bewusstsein bringen, dass es gut ist, zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. In der Stadt sind alle zentralen Punkte gut erreichbar", sagt Steiner.

Mit einer Umfrage wird derzeit erhoben, wo die Eisenstädter der Schuh drückt und wo es im öffentlichen Verkehr Probleme oder Verbesserungsbedarf gibt. "Wir haben bereits zahlreiche Einbahnen für Radfahrer geöffnet, um die Wege zu verkürzen und bequemer zu machen. Heuer werden außerdem 400.000 Euro in die Radinfrastruktur investiert“, sagt Steiner.

Weitere größere Projekte sind die Sanierung des Hallenbades um rund zwei Millionen Euro, ein neues Jugendzentrum für Eisenstadt, ein Dorfzentrum in St. Georgen und ein Jugendtreffpunkt in Kleinhöflein.

Land soll Gemeinden mehr helfen

Möglich sei das in Zeiten der Corona-Pandemie und fehlender Steuereinnahmen dank der guten Unterstützung durch den (türkis-grünen) Bund. Vom (roten) Land fordert Steiner hingegen mehr Hilfe für die Kommunen.

„Wir müssen im Blick haben, dass die Gemeinde der Ort ist, wo Lebensqualität für die Menschen entsteht. Ich würde mir erwarten, dass das Land ein Gemeindepaket schnürt, das diesen Namen auch verdient.“

Sehr zufrieden ist Steiner mit der Disziplin der Eisenstädter Bürger in der Corona-Pandemie. „Die meisten halten sich an die Regeln.“ Auch die permanente Covid-19-Teststation im „E_Cube“, die täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet ist, werde gut angenommen. „Theoretisch könnten wir dort jeden Bürger einmal die Woche testen.“

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