Für den Ernstfall gerüstet: Reale Trainingsszenarien in der Klinik

Ein neues Simulationstraining in der Klinik Oberpullendorf soll Teams auf seltene und komplexe Notfälle vorbereiten.
Drei Personen in weißer Kleidung üben an einer Reanimationspuppe Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Ein neu implementiertes Simulationstraining in der Klinik Oberpullendorf soll Mitarbeiterinnen auf seltene und komplexe Situationen vorbereiten. Die Teams setzen sich aus Ärztinnen und Pflegepersonal der Abteilungen für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie Innere Medizin zusammen.

Geübt werden realitätsnahe Szenarien aus dem Klinikalltag: etwa eine Patientin mit Atemnot, bei der während der Untersuchung weitere Symptome auftreten und eine künstliche Beatmung notwendig wird. Oder ein Patient auf der Normalstation, dessen Zustand sich plötzlich verschlechtert. Ziel ist es, Abläufe zu festigen und die berufsgruppenübergreifende Kommunikation zu stärken.

Die Trainings finden regelmäßig unter der Leitung von Prim.a Univ.-Doz.in Dr.in Ulrike Vyskocil-Weber statt. Die Fälle werden von den Teams selbst entwickelt und möglichst praxisnah gestaltet. Dabei werden auch Situationen mit emotional belasteten Angehörigen simuliert. Kolleg*innen verfolgen die Übungen über Videoübertragung und analysieren im Anschluss gemeinsam den Ablauf.

Eine Frau betrachtet am Laptop eine medizinische Schulung, die gleichzeitig auf eine Leinwand projiziert wird.

In Oberpullendorf üben Teams realitätsnahe Notfallszenarien für mehr Sicherheit im Klinikalltag.

Für die Trainings wurde ein eigener Bereich eingerichtet, ausgestattet mit Kameras, Bildschirmen und medizinischem Equipment. Dazu zählen unter anderem eine Simulationspuppe sowie ein Intubations-Dummy mit anatomisch korrekten Atemwegen.

Das Team hatte im Sommer 2024 mit Schulungen im Simulationszentrum Niederösterreich in Hochegg begonnen. Nach der Grundausbildung wurden erste Trainings in Oberpullendorf umgesetzt. Im weiteren Verlauf wurde die Ausstattung ergänzt und die Abläufe angepasst.

Eine Gruppe von medizinischem Personal steht um ein Krankenbett mit einer Übungspuppe und medizinischen Geräten.

Ärzte und Pflegepersonal trainieren in Oberpullendorf gemeinsam für komplexe Notfälle.

Erste Auswirkungen zeigen sich bereits im Klinikalltag: Neben mehr Routine habe sich auch die Kommunikation verbessert. Zudem wurden Materialien neu organisiert, um Abläufe im Ernstfall zu beschleunigen. Ab 2027 sollen die Simulationstrainings auch an anderen Kliniken der Gesundheit Burgenland angeboten werden.

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