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Chronik Burgenland
12/05/2011

Sechs Verletzte bei Alko-Unfall

Dürnbach: Ein alkoholisierter Lenker wollte auf der Bundesstraßewenden. Ein vollbesetzter Pkw krachte frontal in den Wagen.

von Roland Pittner

Sechs Verletzte forderte Mittwochabend ein Verkehrsunfall im Gemeindegebiet von Dürnbach im Bezirk Oberwart. Der Lenker eines Geländewagens war betrunken und wendete sein Auto auf der Straße - ein entgegenkommender Pkw krachte in den Wagen des Alko-Lenkers.

Kurz vor 19 Uhr war ein 56-jähriger Rechnitzer mit vier Passagieren im Auto auf der B 63 in Richtung Großpetersdorf unterwegs. Plötzlich sah der Lenker ein querstehendes Fahrzeug auf der Straße.

Eine Notbremsung nützte nichts mehr, der Pkw prallte frontal gegen die rechte Seite des Geländewagens, der daraufhin die Böschung hinunterflog. Am Steuer saß ein 50-jähriger Mann aus Wiesenhof in Tirol.

Einsatz

Der Unfall löste einen Großeinsatz der Blaulichtorganisationen aus: Drei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug waren vor Ort, ebenso Polizei und Feuerwehr mit insgesamt sechs Autos. Im Pkw aus Rechnitz befanden sich der 56-jährige Lenker und zwei Ehepaare aus Rechnitz im Alter von 55 bis 62 Jahren. Der Lenker des Geländefahrzeugs befand sich allein im Wagen, er wurde leicht verletzt. Drei Insassen des anderen Autos wurden schwer verletzt, darunter der Lenker, und in die Krankenhäuser nach Oberwart und Güssing gebracht. Die anderen Rechnitzer kamen mit leichten Blessuren davon.

Ein durchgeführter Alkomattest bei dem 50-jährigen Tiroler verlief positiv. Wie von der Polizei zu erfahren war, wollte der Mann auf der Straße wenden und stand deshalb mit seinem Auto quer über beide Fahrspuren. Außerdem sei der Wagen nur schwer zu erkennen gewesen, da er mit Tarnfolie beklebt und schlecht beleuchtet war.

Während der Erhebungs- und Aufräumungsarbeiten war die B 63 im Unfallbereich bis 20.50 Uhr gesperrt. Die Freiwilligen Feuerwehren Großpetersdorf und Dürnbach waren mit 24 Kräften und sechs Fahrzeugen im Einsatz. Die Bergung des Geländefahrzeugs habe sich als besonders schwierig erwiesen, heißt es von der Feuerwehr.