Schloss Draßburg neu belebt

Neues Leben hat Anton Wink den historischen Gemäuern von Schloss Draßburg eingehaucht, mit wie viel Geld wollte er nicht verraten.
Foto: CLAUDIA KOGLBAUER/Claudia Koglbauer

Nach Jahrzehnten des Verfalls hat Privatinvestor Anton Wink Schloss und Park renoviert. Weitere Sanierungen sind geplant.

Es war Liebe auf den ersten Blick", schildert der deutsche Unternehmer Anton Wink seine erste "Begegnung" mit Schloss Draßburg. Es war an einem verschneiten Februartag im Jahr 2008, als er die Immobilie, die schon teilweise verfallen war, erstmals besichtigte. Wink entschloss sich, das "kleine Juwel" umfassend zu renovieren. Der erste Teil der Arbeiten ist nun abgeschlossen, das Ergebnis wurde vor Kurzem präsentiert. Bei der Feier stellte auch der südburgenländische Künstler Florian Lang seine Werke im Westflügel des Schlosses aus.

"Wir haben uns zu einer Generalsanierung entschlossen. Im Prinzip musste die gesamte Infrastruktur vom Abwasser über das Dach bis hin zu Elektroinstallationen neu gemacht werden. Es war keine normale Baustelle, Tag für Tag waren individuelle Lösungen notwendig", sagt Wink.

Auch der Schlosspark - er wurde von André Le Notre, dem Gartenarchitekten von Versailles, mitgestaltet und zählt zu den besterhaltenen Parks des 18. Jahrhunderts in Österreich - soll nach und nach in den Urzustand rückversetzt werden.

Geschichte 

Das Schloss wurde erstmals 1459 urkundlich erwähnt und befand sich zuletzt im Besitz der Familie des Siegendorfer Zuckerfabrikanten Patzenhofer. Das historische Gebäude wurde auch zwei Jahrzehnte lang - bis zum Jahre 1987 - als Hotel geführt.

Dass sich nun ein Investor gefunden hat, der das historische Kleinod aus dem Dornröschenschlaf "wachgeküsst hat", so Draßburgs Bürgermeister Christian Illedits, sei auch ein "Glücksfall für die Gemeinde". Landeshauptmann Hans Niessl hofft, dass Wink Schloss und Park nun auch für die Öffentlichkeit zugänglich macht: "Der Schlosshof ist ja einer der schönsten Plätze unseres Bundeslandes."

Diesem Wunsch will Wink, der mit seiner Familie im Schloss wohnt, auch nachkommen. "Der Park soll künftig an bestimmten Tagen im Jahr geöffnet und für Veranstaltungen und Feiern vermietet werden."

(kurier / Claudia Koglbauer) Erstellt am
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