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Chronik Burgenland
09/26/2018

„Sautanz“ mit schwarzem Gold

Kaviar aus Mariasdorf. Exklusives Produkt ist jetzt auch in Eisenstadt und Wien präsent

von Michael Pekovics

Vor drei Jahren hat Romeo Schermann seine Kaviar-Produktion im südburgenländischen Tauchen, einem Ortsteil von Mariasdorf im Bezirk Oberwart, gestartet. Die Idee dazu kam ihm nach dem Kauf eines Hauses mit dazugehörigem Teich.

„Dank meiner touristischen Ausbildung bin ich früh mit hochwertigen Lebensmitteln in Kontakt gekommen, das hat mich immer interessiert. Außerdem esse ich gerne das Filet vom Stör“, erzählt Schermann über den Beginn seines „Genusshobbys“, wie er es nennt. Denn: „Ein großer Player am Markt können wir aufgrund der Art unserer Produktion gar nicht werden. Also wird ,Romeo Caviar’ immer etwas Besonderes sein.“

Seit Kurzem gibt es neue Vertriebsmöglichkeiten. Bisher lieferte Schermann nämlich selbst aus beziehungsweise verkaufte ausschließlich ab Hof. Ab sofort gibt es „Romeo Caviar“ auch zu kaufen: bei der Selektion Vinothek Burgenland gegenüber dem Schloss Esterhazy etwa, im Gasthaus Szemes in Pinkafeld und ab Freitag auch im Hotel Burgenland sowie in der Schneiderei in Leithaprodersdorf. „Darüber hinaus auch noch bei Poehl am Wiener Naschmarkt und im Mödlinger Kobenzl“, sagt Schermann, der gerade erst mit der Auslieferung an die Geschäfte beginnt.

„Fast wie ein Sautanz“

Mitte September beginnt üblicherweise die Ernte des Kaviars und damit auch der Störe, in dessen Inneren sich das „schwarzre Gold“ befindet. „Das ist bei uns immer wie ein großes Fest. Familie und Freunde helfen beim Öffnen der Fische, beim Waschen, Einsalzen und Befüllen der Dosen und Gläser – das hat fast schon etwas von einem Sautanz, wie es früher nach dem Schlachten von Schweinen üblich war“, sagt Schermann, der sowohl schwarzen Kaviar vom Sibirschen Stör als auch weißen vom Albino Sterlet im Angebot hat.

Letzterer, auch Almas Kaviar genannt, war früher dem Schah von Persien vorbehalten und ist wegen des geringen Ertrags (150 bis 200 Gramm pro Fisch) auch dementsprechend teurer. Der hohe Preis (fünf Euro pro Gramm) ist für Schermann aber gerechtfertigt, weil auch der Geschmack exklusiv ist: „Meine Fische ernähren sich zum Großteil von Naturnahrung beziehungsweise Kürbispresskuchen aus der Region. Deshalb schmeckt mein Kaviar auch besser als jener, der von Fischen stammt, die in Betonbecken mit Industriefutter ernährt werden.“

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