© Roland Pittner

Chronik Burgenland
11/21/2019

Salzwasser und Fotovoltaik als Notfallplan beim Blackout

Die Gemeinde setzt seit Jahren auf Fotovoltaikanlagen, jetzt wurde auch ein Speicher angeschafft.

von Roland Pittner

Wenn das Licht ausgeht bei einem großflächigem Stromausfall, gibt es nur wenige Gemeinden, die darauf vorbereitet sind. Viele Kommunen würden sich mit Dieselstromaggregaten auf diese Situation vorbereiten. „Wir wollten einen innovativeren Weg gehen“, sagt Ollersdorfs Bürgermeister Bernd Strobl, ÖVP.

Gemeinsam mit der Firma Energie Kompass von Andreas Schneemann setzt die Gemeinde schon seit einigen Jahren Fotovoltaikprojekte um. „Wir sind auch bei der Dichte an Anlagen an achter Stelle in Österreich“, sagt Strobl. Um diese Energie für Notfälle zu speichern, hat die Gemeinde jetzt einen Salzwasserspeicher angeschafft. „Wir haben 25.000 Euro investiert und nun einen absolut sicheren und umweltfreundlichen Speicher für unsere kritische Infrastruktur“, sagt Strobl.

Notfallbetrieb

Im Falle eines Blackouts kann der Stromeigenbedarf des Gemeindehauses gedeckt werden. Darin ist neben der Gemeinde auch das Feuerwehrhaus und eine Arztpraxis. Im Notfallbetrieb ginge das über mehrere Stunden, durch die Fotovoltaikanlage der Gemeinde würde der Speicher auch ständig neu aufgeladen. „So haben wir eine innovative Lösung im Sinne der Versorgungssicherheit bei einem Blackout und helfen beim Klimaschutz“, sagt Strobl. Denn die Eigenversorgung mit Strom aus der Fotovoltaikanlage wird durch den Speicher erhöht. Durch die Salzwassertechnologie bestehe keine Explosionsgefahr und es braucht auch keine giftigen Stoffe für den Betrieb.

Projekte

Ollersdorf ist eine von zehn Mitgliedsgemeinden der Forschungs- und Entwicklungsinitiative „Innovationslabor act4.energy“. „Wir wollen mit Bürgerbeteiligung noch einige Fotovoltaikprojekte umsetzen“, sagt Strobl. Ziel des Projekts ist es , ein digitales, erneuerbares Energiesystem zu schaffen.

Nächste Woche findet im Rahmen des Projekts auch der Spatenstich für ein neues Kompetenzzentrum in Stegersbach, Bezirk Güssing, statt. In dem Gebäude soll geforscht werden, es wird nach neuesten Standards errichtet. Neben Büroräumlichkeiten sollen auch Ausstellungsflächen und ein Gastrobereich entstehen.

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