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Chronik Burgenland
01/26/2021

Sagartz: „SPÖ lässt Chance auf einen Schulterschluss aus“

Der designierte ÖVP-Parteichef Christian Sagartz über Corona, EU und die SPÖ.

von Michael Pekovics

„Erst die Gesundheit, dann der Parteitag.“ So erklärt Christian Sagartz, warum er nun schon seit einem Jahr lediglich designierter Parteichef der ÖVP Burgenland ist. Die Wahl werde stattfinden, sobald es die Corona-Maßnahmen zulassen, schließlich würden zu einem Parteitag bis zu 500 Personen erwartet, verspricht er.

Corona hat auch seine bisherige Arbeit als EU-Abgeordneter in Brüssel maßgeblich bestimmt. Und ihm dazu noch einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Denn eigentlich wollte Sagartz in seiner Doppelfunktion als EU-Mandatar und ÖVP-Parteichef den burgenländischen Dörfern und Ortsteilen einen Besuch abstatten, um „Europa in die Gemeinden“ zu bringen.

Dass er in der medialen Berichterstattung und öffentlichen Wahrnehmung derzeit nicht so zur Geltung kommt wie etwa Klubobmann Markus Ulram oder Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas störe in nicht.

"SPÖ-Rolle bewiesen"

Schließlich sei die aktuelle Themenlage, Stichwort U-Ausschuss, für die beiden „maßgeschneidert“. Für Sagartz steht fest, dass es sich bei der Causa Commerzialbank um „einen SPÖ-Skandal“ handelt.

Darüber hinaus wolle er aber jeden in die Pflicht nehmen, auch die Behörden und Prüfinstanzen auf Bundesebene. Nur: „Die Justiz wird entscheiden, wer falsch gehandelt hat. Der U-Ausschuss ist für die politische Verantwortung zuständig. Und da ist für mich die Rolle der SPÖ bewiesen.“

"Jetzt ist Schulterschluss angesagt"

Generell kritisiert Sagartz, dass die SPÖ und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil kaum an einer Zusammenarbeit mit der Opposition interessiert seien. „Unser Verhältnis ist sachlich und korrekt.“

Aber als Doskozils Stellvertreterin Astrid Eisenkopf während dessen Operation die Verantwortung hatte, seien die anderen Parteien besser eingebunden gewesen. „Die SPÖ lässt die Chance auf einen Schulterschluss auf Landesebene aus“, sagt Sagartz und verweist auf den Bund.

Natürlich werde man am harten Oppositionskurs festhalten, jedoch: „Auseinandersetzungen wird es weiter geben, aber in der Corona-Krise ist Schulterschluss angesagt.“

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