Chronik | Burgenland
30.12.2011

Rotenturm: Elektriker schlug Brandalarm

500.000 Euro Schaden nach Brand im 380-kV-Umspannwerk in Rotenturm. Brandursache war technischer Defekt.

Ich war gerade am Heimweg, als ich beim Vorbeifahren am Umspannwerk so ein komisches Flackern wahrgenommen habe. Also hab ich umgedreht und geschaut was da los ist und hab’ gesehen, wie Flammen aus einem Schalthaus geschlagen sind.“ Das berichtet der 19-jährige Elektriker Wolfgang Wukits aus Miedlingsdorf, der in der Nacht auf Donnerstag gegen 00.24 Uhr den Brand im Umspannwerk Rotenturm entdeckt hat, der zu einem Schaden von rund 500.000 Euro geführt hat.

Wukits verständigte die Polizei, die alarmierte die Feuerwehr. Mit 24 Mann rückte die Wehr Rotenturm aus, um den Brand im Umspannwerk zu bekämpfen. Zeitgleich schlugen die Brandmelder in der Überwachungszentrale in Wien an.

Das Umspannwerk Rotenturm wird von der Leitungstochter Austria Power Grid (APG) des Verbundes betrieben und wird ferngesteuert. Es ist ein wichtiger Knotenpunkt. Hier laufen die 380-kV-Stromleitungen des Verbundes und die 110-kV-Leitung der Bewag zur Versorgung des Südburgenlandes zusammen. Dabei gab es Glück im Unglück. Vom Brand selbst waren weder das 380-kV-Netz noch das 110-kV-Netz betroffen. Das Feuer war in einem Schaltraum für die interne Stromversorgung des Verbundes mit 30.000 Volt betroffen.

Schwierig

„Der Einsatz war sehr anspruchsvoll“, schildert Wolfgang Werderits von der Feuerwehr Rotenturm. Immerhin fand es in einem Bereich statt, der von Hochspannungsleitungen umgeben ist. Mit Wasser und Schaum konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.

„Weder die 380-kV-Leitung noch die 110-kV-Leitung wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Stromversorgung ist gesichert“, erklärt Fritz Wöber von der APG. Laut Polizei dürften Transformatoren in einer Blindstrom-Kompensationsanlage (Zur Drosselung wenn die Spannung zu hoch ist) defekt gewesen sein. Dadurch könne es zu einem Kurzschluss und in weiterer Folge zu einem Kabelbrand kommen, hieß es. Ausgeschlossen wird seitens des Verbundes, dass die derzeit laufenden Erweiterungsarbeiten im Umspannwerk etwas mit dem Brand zu tun haben: „Das Feuer ist in einem Bereich ausgebrochen, der von den Umbauarbeiten gar nicht betroffen ist.“ Die Schadenshöhe dürfte nach ersten Schätzungen an die 500.000 Euro betragen. Beim Verbund arbeitet man mit Hochdruck an der Behebung des entstandenen Sachschadens.

Weiterführende Links