Chronik | Burgenland
04.01.2012

Ritzing: „Haus ist nur noch eine Ruine“

In der Nacht auf Dienstag brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses. 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Auch am Dienstagnachmittag riecht es rund um das abgebrannte Haus noch nach Rauch. Der Bürgermeister war in der Nacht davor selbst bei den Löscharbeiten dabei, die von 21 Uhr bis Dienstag fünf Uhr Früh dauerten. Verletzt wurde niemand. Acht Feuerwehren wurden alarmiert, die mit 150 Mann und 26 Fahrzeugen zum Löscheinsatz ausrückten. „Das Haus ist nur mehr eine Ruine“, spricht Ritzings Bürgermeister Walter Roisz das Offensichtliche aus.

Dienstagnacht, gegen 21 Uhr, hatte die Hausbesitzerin Gabriele B., 43, Alarm geschlagen. Sie sah aus einem Zusatzholzofen im Erdgeschoß Rauch aufsteigen und verständigte die Feuerwehr. Sie und ihre 53-jährige Mitbewohnerin Angelika W. flüchteten aus dem Haus.

„Als wir anrückten, konnten wir das Feuer noch nicht ausmachen, wir sahen nur Rauch aufsteigen“, sagt Roisz. Die Florianis gingen mit schwerem Atemschutz vor, aber ohne Erfolg. „Wir mussten die Drehleiter der Feuerwehr Oberpullendorf und einen Kran anfordern“, berichtet Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Johann Gulnerits. Der Dachstuhl hatte bereits Feuer gefangen. Durch die feuerfeste Isolierung auf der Innenseite und die Ziegel auf der Außenseite konnten die Feuerwehrleute nicht zum Brandherd vordringen. Gulnerits: „Wir mussten Teile des Daches abtragen, um das Feuer zu löschen“.

Wasser

Gegen zwei Uhr Früh sei dann das Wasser in den Tanklöschfahrzeugen knapp geworden. Ein Pendelverkehr nach Lackenbach wurde eingerichtet. „Wir haben in Güllefässern Wasser heran geschafft“, so Gulnerits. Die Nachbarhäuser waren ebenfalls von den Flammen bedroht. „Wir hatten Angst, dass sie auf unser Haus übergreifen“, sagte eine Nachbarin im KURIER-Gespräch. An den Nachbarhäusern entstand Wasserschaden. „Wir hatten Glück, dass es windstill war, sonst hätten die Flammen sicher übergegriffen“, sagt die Nachbarin. Gegen 5.30 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden, danach wurde eine Brandwache eingerichtet. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest, auch die genaue Brandursache wird noch ermittelt.