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Chronik | Burgenland | Regionalumfrage
03/17/2019

Eisenstädter fahren auf direkte Bahnverbindung nach Wien ab

85 Prozent der Teilnehmer der KURIER-Regionalumfrage wollen eine bessere Bahnverbindung in die Bundeshauptstadt.

„In Eisenstadt ist alles super“, lautet die persönliche Anmerkung eines Bürgers – oder einer Bürgerin – im Rahmen der derzeit laufenden großen Umfrage des KURIER zu den brennenden Fragen in der Region oder der Heimatgemeinde. Dass in der 15.000-Einwohner-Stadt tatsächlich alles zum Besten steht, teilen aber nicht alle Teilnehmer der Umfrage.

Ein Zwischenstand: Bei den fünf direkt gestellten Fragen sehen die meisten (mehr als 83 Prozent) den größten Handlungsbedarf bei der Attraktivierung der Innenstadt und einer direkten Bahnverbindung von der Landes- in die Bundeshauptstadt Wien (derzeit muss man in Wulkaprodersdorf umsteigen). Viele Eisenstädter steigen deshalb gleich in Müllendorf in den Zug ein und lassen ihr Auto auf der dortigen Park-and-Ride-Anlage stehen.

Kinder und Kino

Mehr leistbaren Wohnraum in der boomenden Stadt, die mit dem Slogan „kleinste Großstadt der Welt“ wirbt, erachten 64,1 Prozent als „sehr wichtig“. Knapp dahinter liegt mit 61,2 Prozent der Ausbau des Kinderbetreuungsangebots. Und das, obwohl die Stadt im heurigen Herbst ohnehin bereits den siebenten Kindergarten eröffnet. Auch wenn die Stadtpolitik ob der Kosten seufzen könnte, ist die Forderung auch ein Kompliment an die Stadt – sie ist offenbar für junge Familien mit Kindern sehr attraktiv.

Weniger stark ist der Wunsch nach einem Kino in Eisenstadt ausgeprägt, „nur“ für 57,3 Prozent ist das vordringlich, fast 38 Prozent der Eisenstädter, die bisher an der Umfrage teilgenommen haben, ist das „nicht wichtig“. Das auf der Osterwiese neben dem Kulturzentrum geplante Kinocenter ist 2018 an heftigen Anrainerprotesten, die Lärm und Verkehr fürchteten, gescheitert. Ein neues Projekt ist derzeit nicht in Sicht.

Aber vielleicht träumen Eisenstädter ohnehin von anderen Vergnügungen: Auf der To-do-Liste zur KURIER-Umfrage finden sich etwa der Wunsch nach einem Landestheater, aber auch „mehr Events und Tanzlokale ab 18 Jahren“.