Die Politiker fordern, dass der Bau des Teilstücks Fischamend bis Neusiedl vorgezogen wird

© APA/HERBERT P. OCZERET

Neusiedl am See
10/29/2014

Rascher A4-Ausbau gefordert

Geht es nach der ÖVP soll der Bund dafür Tunnelprojekte auf Eis legen.

von Natascha Marakovits

Rund 89.000 Fahrzeuge sind täglich auf der Ostautobahn unterwegs, etwa 8000 davon sind Lkw. Die Unfallzahlen zeigen: 56 Prozent sind Auffahrunfälle – in den meisten Fällen in Verbindung mit Lkw. Anlass für die ÖVP Neusiedl am See auf die Barrikaden zu steigen und den raschen Ausbau der A4 auf drei Spuren zu fordern.

"Die A4 ist seit Jahren die unfallträchtigste Verkehrsverbindung Österreichs. Damit die Sicherheit der Autofahrer nicht länger auf dem Spiel steht, ist der dreispurige Ausbau dringender denn je", erklärt ÖVP-Klubobmann und Sicherheitssprecher Rudolf Strommer.

Daher fordert Strommer gemeinsam mit den Bürgermeistern Kurt Lentsch (Neusiedl) und Markus Ulram (Halbturn) sowie Alexander Petznek, Stadtrat in Bruck an der Leitha (NÖ), Verkehrsminister Alois Stöger zum Handeln auf. "Das geplante Zeitschema, das Teilstück bis Neusiedl erst bis zum Jahr 2022 fertigzustellen, ist für uns nicht akzeptabel. Anstatt das Geld in Tunnelprojekte zu vergraben, soll Verkehrsminister Stöger die Asfinag anweisen, sofort den Baubeginn zu ermöglichen", meint Strommer.

Dass Verkehrswege an die stark wachsende Region Neusiedl am See angepasst werden müssen, betont Kurt Lentsch. "Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2030 bis zu 400.000 Menschen hier leben werden. Die Infrastruktur muss daher für die Zukunft fit gemacht werden."

Um den Druck auf den Bund zu erhöhen, hat Alexander Petznek im August 2013 eine Unterschriftenaktion gestartet. "A4-Ausbau jetzt" heißt die Online-Petition, die bisher von 1582 Personen unterstützt wurde. Petznek: "Je mehr betroffene Pendler und Bewohner die Petition unterstützen, desto mehr Druck können wir auf Minister Stöger aufbauen. Ein schönes Ziel wären 5000 Unterschriften."

Laut Andrea Heigl, Sprecherin von Verkehrsminister Alois Stöger, gäbe es an den Plänen aber nichts zu rütteln. "Es wird ja nicht willkürlich beschlossen, wo zuerst gebaut wird, sondern es gibt Verkehrszählungen und Studien, anhand derer wir uns orientieren." Demnach soll 2018 mit dem Ausbau des Teilstücks von Fischamend bis Neusiedl begonnen werden.

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