Post bleibt dank vamos offen

Nicht nur Arbeitslose und Menschen mit Behinderung werden von vamos betreut. Auch die Post wird vom Verein geführt.

Die Post bringt allen was – vamos ebenso. In letzter Zeit wurden mehrere Postämter im Burgenland geschlossen. In Markt Allhau hat die Post gemeinsam mit dem Verein vamos, der Menschen mit Behinderung und Langzeitarbeitslose betreut, eine Lösung gefunden, damit Briefe und Päckchen weiterhin im Ort aufgegeben werden können. Der Verein hat die Agenden der Post kurzerhand übernommen. „Die Post passt gut zu uns“, erklärt Ewald Ritter, Obmann des Vereins. Menschen mit Problemen am Arbeitsmarkt können hier wieder Fuß fassen und einer geregelten Tätigkeit nachgehen. Eine Schlüsselarbeitskraft und zwei Transitstellen, die auf ein Jahr befristet sind, wurden in der Postfiliale Markt Allhau eingerichtet.

Auch die Post ist mit dem neuen Betreiber sehr zufrieden. „Uns wurde das Konzept präsentiert und es wird uns Qualität geliefert“, sagt Andreas Rennhofer von der Post. Es sollen Chancen geschaffen werden, die es Langzeitarbeitslosen ermöglichen wieder in den Berufsalltag einzusteigen. Auch Soziallandesrat Peter Rezar sieht ein neues Kapitel im Sozialbereich aufgeschlagen: „Von der Konditorei bis zur Gärtnerei spannte sich schon der Bogen von vamos, jetzt geht er weiter bis zur Post.“ Das Land arbeitet eng mit dem Verein zusammen und fördert solche Transitarbeitsplätze mit 110.000 Euro pro Jahr. Die Betriebe in denen die Arbeitslosen beschäftigt werden, sind vielfältig und reichen von der Tischlerei bis zur Hausreinigung.

400 Klienten

„Wir bringen rund 50 Prozent der Personen in der Arbeitswelt unter, nachdem sie bei uns waren“, erklärt Johanna Freudelsperger-Sagl, Geschäftsführerin von vamos. 20 Prozent würden in eine weitere Fortbildung einsteigen und 30 Prozent blieben ohne Job. 65 Schlüsselkräfte sind beim Verein beschäftigt, die rund 400 Klienten pro Jahr betreuen. Die Betriebe erwirtschaften einen Umsatz von etwa vier Millionen Euro. Der Verein hat einen Sitz in Markt Allhau und in Windisch Minihof, Bezirk Jennersdorf.

( Kurier ) Erstellt am 13.12.2011