Polizei schnappte beim Planquadrat Einbrecher

Die Polizei kontrollierte in der Nacht auf Sonntag im Rahmen einer landesweiten Schwerpunktaktion © Bild: /georg gesellmann

Neben zehn Alkolenkern ging der Polizei bei einer Schwerpunktaktion auch ein mutmaßlicher Straftäter ins Netz

70 Polizisten aus allen Bezirken des Burgenlandes rückten in der Nacht auf Sonntag zu Kontrollen aus. Ins Netz gingen den Beamten dabei nicht nur Alkolenker. So gelang es ihnen unter anderem auch, einen mutmaßlichen Einbrecher festzunehmen.

Der Ungar soll kurz bevor er von der Polizei angehalten wurde, gemeinsam mit einem Komplizen in ein Wohnhaus in Güssing eingebrochen haben. Während sein Komplize flüchten konnte, klickten für den Ungar in Jennersdorf die Handschellen.

Gefasst wurde auch ein 24-Jähriger, der mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen, getunten Auto unterwegs war. Das Kennzeichen für seine Spritztour hatte er sich von einem anderen Pkw "geliehen". Dem 24-Jährigen droht eine hohe Geldstrafe, sagt der Leiter der Verkehrsabteilung (LVA), Oberstleutnant Andreas Stipsits . Gefahr im Verzug stellten die Polizisten auch bei einem 20-jährigen Burgenländers fest. Sein Auto war tiefer gelegt und ist nicht zugelassen. "Ziel unserer Schwerpunktaktionen sind nicht nur Alkotests, sondern gesamtpolizeiliche Kontrollen", sagt Stipsits.

Drogenlenker

Dank regelmäßiger Planquadrate habe die Zahl der betrunkenen Fahrer deutlich abgenommen. Während bei der aktuellen Schwerpunktaktion zehn Alkolenker erwischt wurden, seien es bei Kontrollen vor zehn Jahren etwa drei Mal so viele gewesen. Zugenommen habe hingegen die Zahl der angezeigten Drogenlenker. 2014 wurden etwa 30 Fahrer unter Drogeneinfluss geschnappt, im Vorjahr waren es doppelt so viele. "Das hat damit zu tun, dass es seit dem Vorjahr spezielle Schulungen gibt. So könnten die Beamten Symptome eines Drogenkonsums bei den Autofahrern leichter erkennen", erklärt der LVA-Chef. Auch am vergangenen Wochenende wurde ein Drogenlenker angezeigt. Der 24-Jährige aus dem Bezirk Oberpullendorf hatte sich eine Stunde nachdem er einen Joint geraucht hatte, hinters Lenkrad gesetzt. Im Wagen fanden die Beamten vier Gramm Cannabis.

1150 Lenker wurden am Wochenende kontrolliert und 721 Alko-Vortests durchgeführt. Den höchsten Wert erreichte ein 55-Jähriger aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung, der mit 1,7 Promille unterwegs war. Ein 19-jähriger Probeführerschein-Besitzer hatte knapp 1,6 Promille.

( kurier.at ) Erstellt am 20.03.2016