Chronik | Burgenland
21.03.2012

Polizei kämpft gegen Anstieg bei Eigentumsdelikten

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Eigentumsdelikte im Burgenland signifikant gestiegen.

Fast täglich werden Haus- und Fahrzeugbesitzer im Bezirk Neusiedl am See Opfer von Einbruchsdiebstählen. Vor allem in den vergangenen Wochen ist die Zahl der Eigentumsdelikte signifikant gestiegen, bestätigt das Landeskriminalamt Burgenland. Im Bezirk kämpfen die Beamten mit einer Steigerung von rund 30 Prozent, sagt Kriminaldienst-Leiter Walter Lamprecht vom Bezirkspolizeikommando Neusiedl.

Besonders auf Keller und Fahrzeuge haben es die Kriminellen abgesehen. Ende vergangener Woche konnten Beamte in Parndorf ein slowakisches Einbrecher-Pärchen festnehmen. Wieviele Straftaten auf dessen Konto gehen, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen, erklärte Lamprecht. Am 6. März klickten für ein slowakisches Duo in Nickelsdorf die Handschellen. „Ihnen konnten wir bereits mehr als 100 Delikte in Ostösterreich anlasten“, sagt der Ermittler.

Ein nicht unbeachtlicher Teil der landesweiten Straftaten könne der Suchtmittel-Beschaffungskriminalität zugeordnet werden, erklärt Polizei-Sprecher Wolfgang Poglitsch. Für die Exekutive ist der Anstieg nicht überraschend, sondern „saisonbedingt. „Die Aktivität der Kriminellen ist in der warmen Jahreszeit immer größer“, berichtet Poglitsch.

Es handle sich um sogenannten „Kriminalitätstourismus.“ Im Visier der Ermittler stehen vor allem Ungarn und Slowaken sowie Rumänen, „die sich auf der Durchreise bedienen“, erläutert Poglitsch.