Pinkafeld: Christian Pfeiffer geht

Tausend Rosen: Der Bürgermeister will einen neuen Wirtschaftsakademiker für das Rathaus suchen
Foto: ROLAND PITTNER /Roland Pittner

Christian Pfeiffer ist Wirtschaftsexperte in der Gemeinde. Er kündigt seinen Job wegen Kritik der VP, sagt die SP.

Pinkafeld
"ÖVP findet keine Angriffspunkte"

Pinkafeld blickt eigentlich rosigen Zeiten entgegen. "Wir haben eine freie Finanzspitze und stehen sehr gut da", sagt Bürgermeister Kurt Maczek. Die Dornen lässt aber die ÖVP spüren und scheint den Wahlkampf für die Gemeinderatswahl 2012 schon jetzt anzustacheln. Wird doch der gemeindeeigene Wirtschaftsakademiker Christian Pfeiffer stark kritisiert, dieser nimmt als Konsequenz den Hut. "Wir verlieren dank der ÖVP hier einen qualifizierten Mitarbeiter, der sehr viel weitergebracht hat", sagt Maczek.

Stein des Anstoßes waren Aussendungen der Pinkafelder ÖVP in denen Pfeiffers Gehalt öffentlich gemacht wurde und er als "Oberbürgermeister" von Pinkafeld tituliert wurde. Da er den Bauhof umstrukturiert hat und angeblich Mitarbeiter "ohne Absprache wie Schachfiguren verschoben hat". Bis Weihnachten wird Pfeiffer noch seinen Geschäften in der Gemeinde nachgehen. Pfeifer selbst wollte auf KURIER-Anfrage keine Stellungnahme abgeben.

Die ÖVP sieht die Anschuldigungen gerechtfertigt. "Es ist keine Hetzkampagne gegen einen Mitarbeiter, wir haben nur eine einmalige Kritik ausgesprochen", erklärt VP-Vizebürgermeister Thomas Pickl. Denn der Bauhofleiter wurde nach 25 Jahren aus seinem Amt enthoben und in den Bürodienst versetzt. Vier andere Mitarbeiter hätten Leiterzulagen bekommen, dass sei kostenintensiv. Der Grund für die Veröffentlichung des Sondervertrags von Pfeiffer ist für Pickl klar: "Alle Gehälter der Gemeinde sind öffentlich, warum nicht jenes von unserem Wirtschaftsakademiker." Durch die Kündigung hofft Pickl auf eine neue Chance für eine bessere Zusammenarbeit. Gab es doch immer Streit wegen dieses Postens, "den sonst keine Gemeinde braucht".

Verlust

Tausend Rosen: Der Bürgermeister will einen neuen Wirtschaftsakademiker für das Rathaus suchen Foto: ROLAND PITTNER /Roland Pittner Tausend Rosen: Der Bürgermeister will einen neuen Wirtschaftsakademiker für das Rathaus suchen

Maczek sieht einen großen Verlust und ortet, "dass die ÖVP sonst keine Angriffspunkte findet". Die Stelle soll neu besetzt werden - "wenn sich nach diesem Affentheater jemand dafür findet." Er macht den neuen VP-Bürgermeisterkandidaten, Friedrich Luisser, für diesen Angriff verantwortlich. Er schwärze aus dem Hintergrund Privatpersonen öffentlich an. Pickl dementiert: "Anscheinend ist der Bürgermeister schon im Wahlkampf, wenn er jemanden der zur Zeit keine politische Funktion trägt beschuldigt."

(kurier) Erstellt am
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