Pflegeplätze: Burgenland führt zentrales Bettenmanagement ein
Das Land Burgenland führt in der Pflege ein zentrales, transparentes Bettenmanagement ein. Freie Pflegeplätze werden künftig zentral koordiniert.
Betroffene und ihre Angehörigen sollen dadurch einen umfassenden Überblick über verfügbare Plätze bekommen und auf Basis nachvollziehbarer Qualitätskriterien sowie ihrer persönlichen Bedürfnisse gemeinsam mit dem Land die passende Einrichtung auswählen können, teilte Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) am Dienstag mit.
„Mit dem zentralen Bettenmanagement schaffen wir Transparenz, geben Sicherheit und stärken gleichzeitig die Qualität unseres Pflegesystems. Künftig wird kein Pflegebett mehr ohne die Einbindung des Landes und in enger Abstimmung mit den Betroffenen sowie ihren Angehörigen vergeben“, so der Landesrat.
Konsequenzen aus „Causa Seniorenhaus Rudersdorf“
Bisher sei die Suche nach einem freien Pflegeplatz oft von mangelnder Übersicht geprägt gewesen, was privaten Betreibern viel Spielraum gelassen habe. Allein der Betreiber habe über freie Betten und deren Vergabe entscheiden können. Das zentrale Bettenmanagement sei nun eine Konsequenz aus der „Causa Seniorenhaus Rudersdorf“.
Das Pflegeheim im Südburgenland wird Ende Juli schließen, nachdem das Land die Tagsatzvereinbarung aufgekündigt hatte. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt ermittelt nach einer Sachverhaltsdarstellung des Landes inzwischen wegen Betrugs.
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