Chronik | Burgenland
18.09.2018

Parteimanagerin Hajdusich startet Mission „Verbleib im Landtag“

Grünen-Chefin Petrik hält 2020 Halten des zweiten Mandats für "sehr realistisch"

Regina Petrik ist froh über die Wahl von Martina Hajdusich zur Parteimanagerin: „Da wird gecheckt, mobilisiert und angetrieben“, lobt die Grünen-Chefin den Arbeitsstil ihrer seit Anfang September amtierenden rechten Hand. Zehn Bewerber gab es, auch aus Deutschland mit Kampagnenerfahrung bei SPD und CDU.

Als „größte Herausforderung“ bezeichnet die 40-jährige Hajdusich den Wiedereinzug in den Landtag. Sie halte es zumindest für „sehr realistisch, dass wir das zweite Mandat halten können, aber wir müssen rennen“, ergänzt Petrik, die seit 2015 mit Wolfgang Spitzmüller die grüne Fraktion bildet. Petrik hat ihre Wiederkandidatur schon deponiert, auch Spitzmüller geht „davon aus“ weiterzumachen. Seitdem die Grünen 2017 aus dem Nationalrat geflogen sind, steht die Kleinpartei auch in den Ländern wieder auf der Liste gefährdeter Parteien. Dass Burgenlands Grüne für die Gesundung der Bundespartei zahlen mussten (bis 78.000 €) vereinfacht die Lage nicht.

Politisches Obdach

Mit Kreativität und Aktionismus will Hajdusich, die schon als Zehnjährige gegen die Schließung der Siegendorfer Zuckerfabrik marschiert ist, das fehlende Geld wettmachen. Die Sozialmanagerin, die behinderte Jugendliche in Spanien und Wohnungslose in Österreich betreut hat, kümmert sich nun darum, dass Grüne nach 2020 noch ein Obdach haben. Ihr eigener Vertrag läuft bis Frühjahr 2021. Ein gutes Omen? Hajdusich: „Ich glaube an die grüne Idee“.