Franz Polster, Pik As

© Privat

Mariasdorf
12/07/2012

Panzerteile und „Friedenssterne“

Franz Polster ist mit Elektronikteilen fürs Militär erfolgreich und auch mit Weihnachtsschmuck

von Roland Pittner

Im Vorraum der Firma Pik-As werden Schalter gezählt und überprüft. „Das ist eine Lieferung für Mercedes Militärfahrzeuge“, sagt Franz Polster und erklärt einen der Elektronikteile. Beschuss­sicher sei er und werde den höchsten Ansprüchen gerecht. An der Wand hängen Weihnachtssterne, die ebenfalls aus Polsters Firma, X-As, stammen. Die zwölf Mitarbeiter am Standort im burgenländischen Mariasdorf haben nicht nur mit Militärtechnik zu tun, sondern auch mit Weihnachtsbeleuchtung. Eine nicht alltägliche Mischung, wie der Unternehmer selbst zugibt. „Obwohl das eine dient zur Friedenssicherung, das andere sind Friedenssterne.“

Polster ist seit 1982 im Geschäft, hat Niederlassungen in halb Europa. Ende der 80er-Jahre stieg er in den Fahrzeugbau ein. Schalter, Relais und andere Elektronikteile für Bagger, Züge und Flugzeuge werden von ihm vertrieben. Seine Spezialität sind Teile für Militärfahrzeuge. Moralisch habe er dabei nur anfangs Bedenken gehabt, er verkaufe keine Waffen, sondern nur Fahrzeugteile. „Außerdem geht es immer um Verteidigung.“ Ob in österreichischen Pandur Panzern, tschechischen Flugzeugen oder kroatischen Schiffen – seine Elektronikteile sind gefragt.
Vor fünfzehn Jahren sei er auf die Idee gekommen, dass er auch Weihnachtsbeleuchtung verkaufen könnte. Ein paar Tage später hätten seine Sterne schon in Bad Tatzmannsdorf geleuchtet. Seit fünf Jahren werden die Leuchten auch in Mariasdorf gefertigt. Die Nachfrage sei groß, zu seinen Kunden zählen Gemeinden, Frauenvereine, aber auch Konzerne. Auch Einkäufer von Regierungen und Rüstungskonzernen gehen bei ihm ein und aus. Da gebe es ab und zu Überschneidungen. „Etwa wenn ein Bürgermeister, der wegen Weihnachtsschmuck da ist, eine Militär-Delegation zur Rede stellt, warum die Besprechung wegen der Sterne so lange dauert“, sagt Polster.

So wie die Elektronikteile in vielen Ländern zum Einsatz kommen, so sind auch seine Sterne, Sternschnuppen und Christbäume bereits weit verbreitet. „In St. Anton, St. Veit an der Glan oder in Bad Tatzmannsdorf erhellen meine Sterne die Straßen“, erklärt der Firmenchef. Mit welchen Kunden er lieber verhandelt, ist für Polster klar: „Mit den Weihnachtsschmuckleuten.“ Beim Militär geht es beinhart zu – Technologie und Preis sind entscheidend. Aber es sei eben beides sein Geschäft.

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