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Chronik Burgenland
12/05/2011

"Öko-Bus" sichert Nahverkehr im Bezirk

Gemeinsam mit der Südburg wurde ein Nachfolger für den Roten Bus gefunden - der "Ökoenergieland Bus".

von Roland Pittner

Der rote Bus ist tot, lang lebe der Ökoenergieland Bus", erklärt Güssings Bürgermeister Peter Vadasz am Freitag. Wie der KURIER berichtete wurden dem Roten Bus, der das untere Pinkatal und Stremtal mit Güssing und Oberwart verband die Bundes- und Landesförderungen gekürzt. Der Betrieb musste eingestellt werden.

Lange hat sich nichts getan und die Bevölkerung musste ohne öffentliche Nahverkehrsverbindungen auskommen, dass soll sich jetzt ändern. Die Gemeinden Bildein, Eberau, Moschendorf, Strem und Güssing haben gemeinsam mit dem Busunternehmen Südburg den "Ökoenergieland Bus" ins Leben gerufen. "Wir haben einen verlässlichen Partner und wollen so wieder den öffentlichen Nahverkehr im Bezirk gewährleisten", sagt Vadasz. Das finanzieren sich die Gemeinden selbst und zwar mit 73.700 Euro im Jahr.

Ungerechtigkeit

"Wir sind die einzigen Gemeinden des Burgenlandes, die für einen überregionalen Personenverkehr selber Beiträge zahlen", erklärt Walter Temmel, Bürgermeister von Bildein. Hier ortet der VP-Bürgermeister auch die Ungerechtigkeit. "Im Nordburgenland sollen 55 Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr investiert werden, wir bezahlen selbst", sagt Temmel.

Trotzdem fordert der Bürgermeister die Verkehrsministerin, den Landeshauptmann und die Güssinger Landesrätin Verena Dunst zum Handeln auf. "Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass die Mehrkosten für den öffentlichen Busverkehr, wie in anderen Regionen, vom Land übernommen werden."

Für Südburg Direktor Heinz-Peter Krammer ist die Grundversorgung an Mobilität im Bezirk wieder hergestellt. "Wir haben seit 5. September den Auftrag für die zusätzlichen Fahrten und der Bus wird schon gut angenommen", erklärt der Direktor und SP-Bürgermeister von Stegersbach. Er habe in seiner Laufbahn festgestellt, dass erst das Angebot die Nachfrage schaffe, deshalb sei es wichtig über längere Zeiträume die Entwicklung zu beobachten.

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