Auch das Lowergetikum wird Bestandteil des neuen Fachhochschul-Campus in Pinkafeld werden. Zwei Phasen sind fĂŒr den Bau geplant  

© FH Pinkafeld

04/08/2021

Neuer Stadtteil mit Anziehungskraft

Kritik wegen fehlender Zebrastreifen in neuem Stadtteil. Millionen Investitionen in HTL, FH und neuen Kindergarten

von Roland Pittner

VonRoland Pittner Viele Gemeinden im SĂŒdburgenland schrumpfen. Pinkafeld gehört nicht dazu. „Wir wachsen stetig und haben jetzt rund 6.000 Einwohner“, sagt SPÖ-BĂŒrgermeister Kurt Maczek. Es werden Wohnungen, ReihenhĂ€user und EinfamilienhĂ€user gebaut. Junge Familien lockt die gute Verkehrsanbindung zur Autobahn und die Infrastruktur der Schulstadt an. Viel Zuzug ist durch den Ausbau des ehemaligen Kasernen- areals in die Stadt gekommen. „Hier werden wir in der Endausbaustufe 270 Wohneinheiten haben, das Projekt wird zwei Jahre frĂŒher als geplant abgeschlossen sein“, sagt der Stadtchef. Er ist froh ĂŒber die Investitionen in seiner Stadt.

Kritik gab es hier zuletzt von der ÖVP, da es keine Querungshilfe vom Kasernenareal ĂŒber die Wiener Straße zu Nahversorgern und Bushaltestellen gibt. Es wurden mehr als 300 Unterschriften gesammelt, um die stark befahrene Landesstraße sicherer zu machen. Im Gemeinderat wurde der Antrag nun vor Kurzem angenommen. „Uns ist die Sicherheit der Bevölkerung, insbesondere die der Kinder und der Senioren, sehr wichtig. Deshalb haben wir nicht aufgegeben und uns ĂŒber die Jahre immer wieder fĂŒr dieses Thema stark gemacht“, sagt VP-VizebĂŒrgermeister Andreas Stumpf.

Verkehrssicherheit

„FĂŒr einen Zebrastreifen haben wir die Anzahl an querenden FußgĂ€ngern nicht zusammenbekommen“, sagt Maczek. Aber es soll eine Verkehrsinsel mit einem FußgĂ€ngerĂŒbergang gebaut werden. „Da es eine Landesstraße ist, kann nur durch das Entgegenkommen des Landes etwas bewirkt werden“, sagt der BĂŒrgermeister. Die Maßnahme soll jedenfalls noch heuer umgesetzt werden. Sollte sich die Frequenz erhöhen, werde es auch einen Schutzweg ĂŒber die Straße geben.

Mit dem Zuwachs der Bevölkerung muss auch die Infrastruktur wachsen. „Wir haben die Mittelschule bereits saniert und gleich mehr Platz geschaffen“, sagt Maczek. Aktuell sei die Gemeinde auf der Suche nach einem GrundstĂŒck fĂŒr einen neuen Kindergarten. „Wir wollen zwei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen neu etablieren“, erklĂ€rt der BĂŒrgermeister. 2022 soll die Betreuungseinrichtung fertig sein.

Millionen-Investitionen

Noch heuer soll das „Lowergetikum“, ein Forschungszentrum der FH Burgenland und der Forschung Burgenland, fertig werden. Hier werden rund 1,8 Millionen Euro investiert. Im Herbst soll eröffnet werden. In den neuen Campus der Fachhochschule sollen 27,4 Millionen Euro investiert werden. Auf 9.500 Quadratmetern entstehen LehrrĂ€ume, Labore, eine Bibliothek sowie eine Mensa und BĂŒrorĂ€umlichkeiten. Ein erster Abschnitt soll im Sommer 2022 fertig sein. Die ersten GrundstĂŒckskĂ€ufe seien bereits abgeschlossen.

Weitere Investitionen in die grĂ¶ĂŸte Bundesschule des Landes, die HTL, folgen. „Hier werden rund 18 Millionen Euro investiert“, sagt Maczek. Durch die guten Ausbildungsmöglichkeiten siedeln sich auch immer wieder Firmen an. „Die Firma Altotec hat schon 100 Mitarbeiter und will auf 200 bis 250 BeschĂ€ftigte ausbauen“.

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