© Orovits Thomas

Burgenland
02/28/2020

Neuer ÖVP-Chef Sagartz stellt sich Funktionären in allen Bezirken

Neues Spitzenduo der ÖVP: Sagartz und Parteimanager Fazekas

von Thomas Orovits

„Für das Burgenland da“ steht auf dem ersten Plakat der neuen Nummer eins der ÖVP: Christian Sagartz, der seit der Vorwoche die Geschäfte der Partei führt und bei einem Parteitag noch im ersten Halbjahr zum Nachfolger von Thomas Steiner gewählt werden soll, lächelt – nein, er strahlt übers ganze Gesicht. Organisiert wird diese erste Kampagne des neuen Parteiobmanns vom ebenfalls neuen Parteigeschäftsführer Patrik Fazekas.

Der 39-jährige Pöttschinger Sagartz und der noch 29-jährige Neutaler Fazekas sind spätestens seit der EU-Wahl im vergangenen Frühjahr ein eingespieltes Team. Fazekas managte den Wahlkampf, Sagartz holte fast 16.500 Vorzugsstimmen, die ÖVP lag im Burgenland erstmals seit 1966 bei einer Bundeswahl vor der SPÖ und Sagartz zog – mit einiger Verspätung – ins EU-Parlament ein.

Kantig und herzlich

Das aus der türkisen Kaderschmiede der Jungen Volkspartei kommende Duo muss nach der aus ÖVP-Sicht enttäuschenden Landtagswahl wieder für Aufbruchsstimmung sorgen. Das neue Personal sei gefunden, was noch fehle, seien der „neue Stil und die Ausrichtung“, meinte Sagartz am Freitag in der Eisenstädter ÖVP-Zentrale. Die Ausrichtung umschreibt er als „sachlich-konstruktive Oppositionspolitik“. Man wolle „kantiger werden und eine klare Sprache“ verwenden, aber „keine Wadlbeißerei“ betreiben. Das 129-seitige SPÖ-Regierungsprogramm solle „seriös durchgearbeitet“ werden. Nach der ÖVP-Klubklausur Mitte März gibt’s das Urteil. Den neuen Stil will Sagartz mit einer Tour durchs Land signalisieren. In sieben „Team-Konferenzen“ in allen Bezirken steht der Parteichef Funktionären „Rede und Antwort“. Den Anfang machte er Freitagabend im Bezirk Güssing, der ein (Bundesrats)-Mandat an Jennersdorf abgeben musste.

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