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Chronik Burgenland
11/09/2021

Neuer Führungsspieler für Burgenlands Neos

SC-Parndorf-Kicker Christoph Schneider soll am Samstag Edi Posch als Landessprecher der Neos nachfolgen

von Thomas Orovits

Auf dem Fußballplatz trägt Christoph Schneider das Trikot des Spielmachers. Jetzt soll der 31-jährige „Zehner“ der Reservemannschaft des Landesligisten SC/ESV Parndorf auch bei den Polit-Reservisten des Landes die Offensive stärken.

Der gebürtige Breitenbrunner Schneider, von Beruf Vermögensberater, soll am kommenden Samstag zum neuen Landessprecher der Neos gewählt werden. Wahlberechtigt sind die rund 60 Mitglieder im Land. Der Nordburgenländer ist einziger Kandidat für die Nachfolge des Pinkafelders Eduard Posch (64), der das Amt kurz vor der Landtagswahl 2020 übernommen hatte. Stellvertreter von Schneider soll der Stegersbacher Daniel Brandtner werden, weitere Kandidaten für den Landesvorstand sind Robert Strnad aus Mattersburg, Nils Grund aus Oberpullendorf und Barbara Pöplitsch aus Breitenbrunn; einzig Finanzreferent Peter Peikoff behält die Funktion.

Die Neos haben im Jänner 2020 mit 1,71 Prozent der Stimmen die 4-Prozent-Hürde für den Landtag noch deutlicher verfehlt als beim ersten Antreten 2015 mit 2,33 Prozent. Bei der Kommunalwahl 2017 wurde gerade einmal ein Mandat (von landesweit 3.143) erobert – von Edi Posch in Pinkafeld.

Schneider, der bis vor kurzem noch zum Kader der Kampfmannschaft des Klubs von ÖFB-Präsident Gerhard Milletich gehört hat, weiß um die Probleme der Kleinpartei: Die Neos seien bisher im Burgenland zu wenig präsent gewesen, sagt der designierte Landessprecher. Bei den Kommunalwahlen im Herbst 2022 will man in „fünf bis acht Gemeinden antreten“, ergänzt Neos-Landesgeschäftsführerin Simone Pibernik – und dort auch den Sprung in den Gemeinderat schaffen. Schneider möchte in Breitenbrunn mit gutem Beispiel vorangehen und arbeitet an der Aufstellung eines Teams für die Gemeinderatswahl.

Hat der begeisterte Kicker Schneider keine Bedenken, sich mit seinem politischen Engagement den Unmut Milletichs – der SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil nahesteht – zuzuziehen? „Nein“, lacht Schneider, „ich kenne Gerhard Milletich schon sehr lange. Wichtig ist, dass meine Leistung am Platz stimmt“.

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