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Chronik Burgenland
03/01/2022

Nach Schüssen auf Soldaten: Ungarn liefert Schlepper aus

Mitte Jänner hatte ein Schlepper aus Moldawien im Südburgenland auf Soldaten geschossen und wurde später in Ungarn festgenommen. Jetzt wird er in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt

Der Schlepper, der Mitte Jänner an der ungarischen Grenze im Südburgenland auf Soldaten des Bundesheeres geschossen haben soll und wenige Tage danach in Ungarn festgenommen wurde, wird nach Österreich ausgeliefert. In den kommenden Tagen soll der 26-jährige Mann aus Moldawien in Eisenstadt eintreffen, hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Die ungarischen Behörden hätten einem Auslieferungsantrag zugestimmt.

Der Mann soll am 17. Jänner mit einem Van, in dem sich zwölf Flüchtlinge befanden, bei Eberau (Bezirk Güssing) über die Grenze gefahren sein. Als Soldaten ihn kontrollieren wollten, schoss er zweimal in deren Richtung und flüchtete. Verletzt wurde niemand, eine Alarmfahndung blieb ergebnislos. Zwei Tage später wurde der 26-Jährige bei einer Fahrzeugkontrolle in Ungarn festgenommen. Zuletzt hatte es vom Militärkommando geheißen, die Untersuchungen zu den Schüssen liefen noch - unklar war etwa, ob es sich um eine richtige Waffe oder eine Schreckschusspistole gehandelt habe.

Siegendorfer Fall

Im Fall zweier Flüchtlinge, die im vergangenen Oktober tot in einem Klein-Lkw bei Siegendorf (Bezirk Eisenstadt) gefunden worden waren, sind die Ermittlungen indes bereits abgeschlossen. Als Todesursache wurde demnach Ersticken und in Folge Herzkreislaufversagen bestätigt. Ob der mutmaßliche Schlepper, ein 19-jähriger Lette, angeklagt wird, steht noch nicht fest.

Soldaten des Bundesheeres hatten den Klein-Lkw bei der Fahrt über die grüne Grenze kontrolliert und im Laderaum 29 Migranten entdeckt, von denen zwei die Schlepperfahrt nicht überlebt hatten. Der 19-jährige Fahrer konnte zunächst flüchten, wurde aber Mitte Dezember in seinem Heimatland Lettland festgenommen und anschließend nach Eisenstadt gebracht.

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