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Chronik Burgenland
07/09/2020

Musical Güssing zieht es auf die Burg

Corona hin oder her – auf der Burg wird heuer gespielt. Wo in Zukunft Kultur in Güssing statt findet entscheidet sich Mitte 2021.

von Michael Pekovics

Güssing wird immer wieder als die Kulturstadt des Landes bezeichnet. Zurecht. Denn mit dem Kultursommer, den Burgspielen und dem Musical Güssing gibt es neben einigen kleineren wie der Stadtkapelle oder der Volkstanzgruppe Glasing gleich drei sehr aktive Vereine, die das Publikum vor allem im Sommer mit ihren Vorstellungen und Theaterstücken verzaubern.

Der Kultursommer auf der Burg, die Burgspiele auf der Festwiese am Fuß der Burg und das Musical an abwechselnden Orten, oft aber im Kulturzentrum, wo zum Beispiel auch das jährliche und überaus beliebte Güssinger Faschingskabarett zu sehen ist.

"Volle Säle? Unmöglich!"

Zuerst die gute Nachricht: Zwar fallen heuer sowohl Kultursommer als auch Burgspiele Corona-bedingt aus, kulturelles auf der Burg wird dennoch geboten, und zwar vom Musical Güssing. Das hat nämlich die Produktion von „Footlose“ auf den ehemaligen Vulkankegel verlegt. Für Intendantin Marianne Resetarits ist der weitläufige Vorplatz der „ideale Spielort mit toller Kulisse“.

Das Publikum kann sich auf schwungvolle Tanzszenen und amerikanischen Kleinstadtcharme ebenso freuen, wie auf große Hits der 1980er-Jahre. 25 Schauspieler, Tänzer und Sänger, bringen – unterstützt von einer Live-Band – dabei Hits wie den Titelsong „Footloose“ oder den Megahit „Holding out for a Hero“ auf die Bühne.

„Kulturveranstaltungen, wie wir sie kennen, mit vollen Sälen und auf engen Bühnen, werden in nächster Zeit nicht möglich sein. Wer dennoch Musiktheater bieten will, der muss sich neu orientieren und offen sein“, sagt Resetarits.

Kultur im KUZ oder auf der Burg?

Auf eine neue Zeit muss sich auch die Kulturszene im Bezirk einstellen. Denn laut Regierungsprogramm soll es zwar künftig in jedem Bezirk ein Kulturzentrum geben, in Güssing geht sich laut Landeshauptmann Hans Peter Doskozil aber nur ein „entweder oder“ aus.

Die Bevölkerung des Bezirks solle sich zwischen der Sanierung des Kulturzentrums oder der Burg entscheiden, kündigte Doskozil in der jüngsten Landtagssitzung an.

In die Burg müssten laut dem Landeshauptmann mindestens 40 Millionen Euro investiert werden, die Kosten für die Sanierung des KUZ stünden noch nicht fest, würden aber weit über jenen 15 Millionen Euro liegen, um die derzeit das KUZ Mattersburg saniert wird. Die Entscheidung über Ausbau der Burg oder Erweiterung oder gar Neubau des KUZ soll Mitte 2021 fallen.

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