© Esterhazy

Chronik Burgenland
02/20/2019

Medien-Manager für Marketing

Rudolf Schwarz wird Teil der Führung; als Ottrubay-Nachfolger sieht er sich nicht

von Thomas Orovits

Esterhazy holt sich zwar einen Zeitungsmanager an Bord, ins Mediengeschäft will das Unternehmen aber nicht einsteigen, versichert Rudolf Schwarz im KURIER-Gespräch. Der Geschäftsführer der Presse wechselt am 1. Mai von Wien nach Eisenstadt und wird Teil der Geschäftsführung der Esterhazy Betriebe GmbH.

Nach einer Einarbeitung von „zwei bis drei Monaten“ werde sein Verantwortungsbereich festgelegt. Aber „ziemlich sicher werde ich mich in den Bereichen Marketing, Vertrieb, digitale Entwicklungen und einigen zentralen Funktionen wiederfinden“, sagt der 38-jährige Grazer, der nach einem Wirtschaftsstudium bei der Kleinen Zeitung begonnen hat und seit 2014 innerhalb der Styria-Mediengruppe für das Wiener Traditionsblatt Die Presse zuständig ist.

Fünfer-Vorstand

Dass er die Metropole verlässt und zum Pendler ins Burgenland wird, begründet Schwarz mit der „Entwicklung der Esterhazy Gruppe“: Er sei „fasziniert“, was sich hier alles abspiele. Das neuerdings wieder klaglose Einvernehmen mit dem Land sei für ihn „ebenfalls eine starke Motivation“ gewesen.

Wie berichtet, haben Esterhazy-Generaldirektor Stefan Ottrubay und der designierte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) die ein Jahrzehnt dauernden Rechtsstreitigkeiten im Vorjahr mit einem Generalvergleich für beendet erklärt. Auch sonst hat Esterhazy in den Medien oft Hochkonjunktur – zuletzt mit der Doch-nicht-Entführung der Mutter Ottrubays und dem Zwist mit Teilen der Familie Esterhazy. Ein bestens vernetzter Medien-Manager kann wohl auch bei solchen Kalamitäten hilfreich sein.

Mit Schwarz‘ Verpflichtung wird die Esterhazy-Geschäftsführung zum Quintett aufgestockt. Er stößt zu General Ottrubay, Matthias Grün (Landwirtschaft), Andreas Ehrngruber (Finanzen) und Christian Janisch (Immobilien).

Dass Schwarz geholt wurde, um dem 65-jährigen Ottrubay, der von seiner Tante Melinda Esterhazy mit der Verwaltung des Vermögens betraut wurde und seit 2001 an der Spitze des Unternehmens steht, dereinst nachzufolgen, weist der 38-Jährige zurück: „Es sind überhaupt keine Nachfolgen angedacht“. Man wolle das Management „einer sehr diversen Unternehmensgruppe in einer Phase starken Wachstums weiter stärken“. Zudem habe er Ottrubay als „sehr agilen und erfahrenen Manager kennengelernt, der sicherlich noch viele Aufgaben bei Esterhazy hat“. Ottrubay selbst meinte vor wenigen Wochen zum KURIER, er habe noch keinen Nachfolger im Blick und werde „sicher noch ein paar Jährchen machen“.

Schwarz will das Unternehmen mit einem Eigenkapital von fast 55 Millionen Euro und 350 Mitarbeitern international noch stärker verankern. Die Basis sei bestens: „Esterhazy ist eine so starke internationale Marke, wie sie nur wenige Unternehmen in Österreich haben“.

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