Heizkörper als beliebteste Nudel: Der Pasta-Kaiser aus Ollersdorf

Ab-Hof-Messe Wieselburg: Lukas Bischof gewinnt drei Goldmedaillen mit Pasta aus dem Burgenland.
Ein Mann mit Brille steht vor Regalen voller verschiedener Nudelsorten und hält eine Packung Nudeln in der Hand.

Von Gernot Heigl

Goldmedaillen bei der „Ab-Hof-Messe“ in Wieselburg sind viel wert. „Das macht mich schon stolz“, sagt der gelernte Schlosser, der nach zehn Jahren in diesem Beruf in den familiären „Nudelerzeuger-Betrieb“ eingestiegen ist. Seit 2024 führt Lukas Bischof das Unternehmen in vierter Generation, dessen Wurzeln in der Stegersbacher Bäckerei seines Urgroßvaters liegen.

Unter 105 Proben von 33 Teilnehmern aus acht Bundesländern setzte sich Lukas Bischof mit drei eingereichten Teigwaren jeweils an die Spitze der Kategorien. „Das sind unsere Spezialitäten-Highlights. Im Sortiment haben wir rund 60 Pasta-Produkte.“

Geschenksets mit verschiedenen Lebensmitteln und Nudeln stehen auf Holztischen in einem Laden mit vollen Regalen im Hintergrund.

Drei Goldmedaillen für Lukas Bischof bei der Ab-Hof-Messe in Wieselburg – Erfolg für Pasta aus dem Burgenland.

Begonnen haben seine Eltern 1974 mit Teigwaren wie Suppennudeln, Fleckerln und Spaghetti. Anfang der 1990er-Jahre folgten Experimente mit „bunten Nudeln mit Geschmack“. Inzwischen wird der Teig mit Uhudler, Kräutern, Chili, Knoblauch, Tomaten, Spinat und Kürbiskernen verfeinert, saisonal auch mit Bärlauch.

Gesunde Zutaten

„Unsere Pasta besteht aus Hartweizengrieß oder Dinkel. Wir verwenden Vollei und bieten auch eine Bio-Schiene sowie glutenfreie Produkte an“, erklärt der 35-jährige Familienvater. „Alle Rohstoffe stammen aus Österreich. Die Maschinen kommen aus Italien und sind bewusst nur halb automatisch, weil mir die Handarbeit bei unseren Teigwaren wichtig ist.“

Ein Mann mit Brille hält eine Auszeichnung, im Hintergrund Urkunden und ein Korb mit prämierten Nudelprodukten.

Von der Bäckerei zur prämierten Pasta: Ein Familienbetrieb aus dem Burgenland räumt gleich dreimal Gold ab.

Bei den Nudelformen bevorzugen Kunden „unsere Radiatoren, die sehen aus wie Lockenwickler“, sagt Lukas Bischof. Beliebt sind auch „Fiori“ (italienisch für Blumen) sowie klassische Spaghetti, die ebenfalls in mehreren Geschmacksrichtungen angeboten werden.

Der Ollersdorfer Betrieb mit mittlerweile sieben Mitarbeitern bietet in seinem Shop neben Einzelpackungen der selbst hergestellten Pasta auch Nudel-Geschenkkörbe an. „Wir haben fertige Sortimente, stellen auf Wunsch aber auch individuelles für jeden Anlass zusammen“, so der Südburgenländer.

Auch für Firmen bietet der Nudelfabrikant individuelle Lösungen an, etwa Pasta in den Farben des Unternehmens. „Möglich ist ebenso eine Produktion nach eigens kreierten Rezepten oder eine spezielle Verpackung.“

Für die Zukunft hat er einige Ideen: „Nudeln sind mein Leben. Deshalb probiere ich immer wieder neue Varianten aus – von der Zusammensetzung bis zu den Formen. Auch Versuche mit Füllungen gehören dazu.“ Sein Fazit: „Ein breites Spektrum zum Experimentieren – langweilig wird mir sicher nicht.“

Kommentare