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Leo Hillinger über Angst, Ehe-Aus und den Tod seines Bruders

Der burgenländische Starwinzer spricht im Podcast Mindgames ungewöhnlich offen über seine harte Kindheit, das Scheitern seiner ersten Ehe und private Schicksalsschläge.
Lächelnder Mann im grauen Sakko steht mit verschränkten Armen vor einer Steinwand und einem offenen Eingang.

Nach außen gilt Leo Hillinger als einer der erfolgreichsten und bekanntesten Winzer Österreichs: Unternehmer, Marke, TV-Gesicht, Netzwerker. In einem aktuellen Gespräch im "Mindgames Podcast" zeigt sich der burgenländische Starwinzer nun von einer deutlich persönlicheren Seite.

Hillinger spricht darin über mehrere einschneidende Kapitel seines Lebens: über eine harte Kindheit, das Scheitern seiner ersten Ehe, den frühen Tod seines Bruders und die Schattenseiten des öffentlichen Erfolgs.

Sein beruflicher Aufstieg begann nach eigener Darstellung keineswegs komfortabel. Er habe den Familienbetrieb mit sechs Millionen Schilling Schulden übernommen – "keine Weingärten und keine Kunden", wie Hillinger im Podcast sagt. Er habe jahrelang extrem viel gearbeitet, bis spät in die Nacht und früh am Morgen wieder weitergemacht. Auch heute stehe er oft um vier Uhr früh auf.

"Mein Vater war sehr hart"

Besonders ausführlich spricht Hillinger über seine Kindheit. Als Erstgeborener sei er früh als Nachfolger im Familienbetrieb gesehen worden. Gearbeitet habe er schon als Kind, gelernt habe er dafür in der Schule wenig, erzählt er.

Seinen Vater beschreibt Hillinger als hart und grob. "Mein Vater war sehr hart und das begleitet mich bis heute", sagt der Winzer. Beschimpfungen und körperliche Strafen seien Teil seiner Kindheit gewesen. Er habe oft gehört, er sei ein Versager und könne nichts. Irgendwann, sagt Hillinger, beginne man das selbst zu glauben.

Ein Mann im hellen Blazer sitzt im Studio und spricht vor einer Stadtkulisse, die Hand erhoben.

Leo Hillinger bei einem KURIER Talk im Jahr 2023.

Dennoch bemüht sich Hillinger im Gespräch um Einordnung. Er habe seinem Vater vergeben und seinen Frieden mit ihm gemacht. Die Wunden seien verheilt, die Narben aber geblieben – viele davon "im Kopf".

Ehe-Aus nach der Hochzeitsreise

Auch über seine erste Ehe spricht Hillinger offen. Das Ende habe im Grunde bereits auf der Hochzeitsreise begonnen. Seine damalige Frau habe dort einen anderen Mann kennengelernt, erzählt Hillinger. Rückblickend sieht er die Beziehung nüchtern: Es habe „eh nie gepasst“, sagt er sinngemäß. Heute ist Hillinger seit vielen Jahren mit Eveline Hillinger verheiratet, gemeinsam haben sie zwei Kinder.

Bruder starb bei Motorradunfall

Besonders emotional wird das Gespräch, als Hillinger über seinen jüngeren Bruder spricht. Er sei eineinhalb Jahre jünger gewesen, „wie ein Zwillingsbruder“ und sein bester Freund. Der Bruder starb mit 21 Jahren bei einem Motorradunfall.

„Er ist um acht Uhr in der Früh weggefahren und um elf Uhr war er tot“, sagt Hillinger. Bis heute schmerze ihn dieser Verlust. Weil er seinen Bruder nach dem Unfall nicht mehr sehen konnte, sei da bis heute ein Gefühl geblieben, als könne er irgendwann doch wiederkommen.

Auch über seine Covid-Erkrankung und Gerüchte in sozialen Netzwerken spricht Hillinger. Er habe damals innerhalb eines Monats 20 Kilogramm verloren. Zugleich seien falsche Behauptungen über ihn verbreitet worden. Heute sagt Hillinger, die Angriffe und der Neid anderer hätten ihn letztlich auch angetrieben.

Am Ende bleibt das Bild eines Unternehmers, der seinen Erfolg stark über Disziplin, Härte und Arbeit definiert – im Podcast aber auch sichtbar macht, welche privaten Brüche hinter dieser öffentlichen Figur stehen.

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