Landesgesellschaft kauft Wirtshaus in Oberwart
Der "Stadtwirt" in Oberwart ist ein beliebtes Lokal im Zentrum der Stadt.
Unter dem Dach der Landesholding finden sich 80 vollkonsolidierte Gesellschaften - und seit Kurzem auch ein Wirtshaus. Die Technologiezentren und Immobilienentwicklung Burgenland GmbH, die zur Immobiliensäule der Holding gehört, hat den Oberwarter „Stadtwirt“ gekauft.
Das Wirtshaus gegenüber der Osterkirche und unweit des Oberwarter Rathauses geht auf das Jahr 1904 zurück, aktueller Eigentümer ist Raimund Schmidinger, der die beliebte Gastwirtschaft mit seiner Frau betreibt.
Es gebe keine Erben, die die Gastwirtschaft weiter betreiben würden, deshalb habe man nach einem Käufer gesucht, so das Paar. Fündig wurde man beim Land, dem man über das Catering für die Burg Schlaining schon geschäftlich verbunden sei.
Laut Kaufvertrag, der dem KURIER vorliegt, zahlt die Landestochter unterm Strich 576.000 Euro zuzüglich 20.000 Euro Umsatzsteuer. Datiert ist der Vertrag mit Ende März 2026.
Zugleich pachtet Schmidinger das Wirtshaus von der Landesgesellschaft zurück, der Pachtvertrag läuft bis 2031. Zur Höhe der Pacht sagt der Wirt nur, sie sei „normal“.
Von der Landesholding war am späten Donnerstagnachmittag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Anzunehmen ist aber, dass das Grundstück von Interesse ist und der „Stadtwirt“ nur noch bis 2031 existiert.
Es ist jedenfalls nicht der erste Deal einer Landesgesellschaft in Oberwart. 2023 hat die REB – Real Estate Burgenland GmbH das Pinka Center von Klaus Glavanics erworben. Der Gastronom Glavanics ist mittlerweile Geschäftsführer der Gästehäuser und Küchen Burgenland GmbH, einer weiteren Landestochter.
Der Kaufpreis damals: fast 9,7 Millionen Euro.
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