Kreativität macht den Betrieb krisenfest

Der Betrieb in Lockenhaus wurde in den vergangenen 90 Jahren mehrmals modernisiert.
Foto: Claudia Koglbauer

Seit 90 Jahren gibt es den Möbelhersteller Braun im Mittelburgenland. Zum Jubiläum wird auch ein Umsatzrekord von elf Millionen Euro erwartet.

Zum 90. Mal jährt sich heuer nicht nur die Geburtsstunde des Burgenlandes. Auf eine neun Jahrzehnte währende Geschichte kann auch der Möbelhersteller Braun im mittelburgenländischen Lockenhaus zurückblicken. Nachdem Johann Braun den Betrieb 1921 mit einer Handvoll Mitarbeitern gründete, ist das Unternehmen mit 54 Mitarbeitern heute einer der Leitbetriebe des Burgenlandes.

In den Anfangszeiten hatte Braun die Marktführerschaft in der Erzeugung von Schulmöbeln inne, 1975 wurde auf die Produktion von Sitz- und Tischmöbel aus Holz umgestellt. Seit 2005 gehört Braun Lockenhaus zur deutschen Hiller-Gruppe, heute Schneeweiss AG, die wiederum auf europäischer Ebene zu den Marktführern bei der Herstellung von Tisch- und Sitzmöbel aus Holz, Stahlrohr, Edelstahl und Kunststoff zählt.

Spezielle Wünsche

"Von der Wirtschaftskrise spüren wir eigentlich nichts", sagt Geschäftsführer Jochen Joachims im Gespräch mit dem KURIER. Flexibilität und das Eingehen auf spezielle Kundenwünsche würden den Erfolg ausmachen, ist er überzeugt.

Gesetzt werde in dem Unternehmen aber auch auf heimische Qualität. "Bei dem Holz, das wir für die Produktion unserer Möbel benötigen, handelt es sich zu 90 Prozent um Buchenholz vom nahegelegenen Geschriebenstein", erklärt Joachims. Braun Lockenhaus sei auch eines von wenigen Unternehmen in Österreich, das sich auf das Biegen von Holz spezialisiert hat. Pro Jahr verlassen etwa 60.000 Stühle und 8000 Tische das Werk. Der bedeutendste Auftrag der jüngeren Vergangenheit ist die Ausstattung des Wiener Szenelokals "Motto am Fluss".

Auch mit den Umsatzsteigerungen der vergangenen Jahre sei man zufrieden. "Wir haben im Vorjahr erstmals die Zehn-Millionen-Euro-Umsatzmarke erreicht. Für heuer erwarten wir einen Rekord-Auftragseingang von elf Millionen Euro", sagt der Geschäftsführer. Könne dieses Ziel erreicht werden, stünde einer Expansion des Produktionsstandortes Lockenhaus nichts mehr im Wege.

(kurier / Claudia Koglbauer) Erstellt am
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