Kastenwagen voll Diebesgut auf A4 gestoppt

Kurz vor der Grenze wurden vier Männer mit ihrem Kastenwagen von der Polizei gestoppt. Darin: Diebesgut im Wert von rund 20.000 Euro.

Ihre Stellung als Beschäftigte einer Subfirma für eine Tiroler Spedition nutzten vier Ungarn aus, um sich dort mit Waren im Wert von 20.000 Euro einzudecken. Ihr „Pech“: Kurz vor der Grenze, auf der Ostautobahn bei Nickelsdorf, gerieten die Männer mit ihrem Kastenwagen in eine Polizeikontrolle und flogen auf.

Die vier Männer im Alter von 34 bis 38 Jahre waren am Freitag gegen 5 Uhr mit einem Kastenwagen mit ungarischen Kennzeichen Richtung Ungarn unterwegs. Bei Nickelsdorf wurden sie von Polizeibeamten gestoppt, die eine Kontrolle des Fahrzeuges vornahmen. Im Laderaum des Kastenwagens entdeckten die Polizeibeamten Kartons mit Schuhen, Geschirr und Kleidung im Wert von rund 20.000 Euro.

Das Quartett präsentierte den Polizisten einen Frachtbrief für die Waren, der sich aber rasch als gefälscht herausstellte. So stimmte die Anzahl der angegeben Kartons nicht überein, außerdem verstrickten sich die Männer in Widersprüche. Sie kämen aus Holland, erklärte sie, dazu passten aber nicht die Kartons.

Wie sich im Zuge der Einvernahmen herausstellte, hatten die Vier die Waren bei der Tiroler Spedition gestohlen. „Offensichtlich haben sie die Beute direkt  von der Ladefläche von dort abgestellten Lkw gestohlen“, erzählt ein Polizeibeamter im KURIER-Gespräch.

Kenntnisse 

Da sie dort als Subunternehmer tätig waren, fiel ihnen der Diebstahl relativ leicht. Sie kannten die Gegebenheiten und die Arbeitsabläufe.

Das diebische Quartett wurde vorläufig festgenommen. Drei Männer wurden in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert, einer wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die abschließenden Erhebungen werden von der zuständigen Polizei Kramsach in Tirol durchgeführt.

( Kurier ) Erstellt am 01.01.2012