Hungersnot in Burkina Faso: Jazz-Konzert für "Hilfe direkt" soll Hirse finanzieren

Viele Menschen und viele Kanister
Sechs Brunnen und eine Schule hat Stinatzer übergeben. Am 17. Feber findet Charity-Konzert statt.

Vor Kurzem ist Franz Grandits von seiner 55. Reise nach Burkina Faso zurückgekehrt. "Sechs Brunnen und eine Schule konnten wir übergeben", sagt der 80-jährige Stinatzer. Seit Mitte der 1990er Jahre ist der pensionierte Tischler mit seinem privaten Verein "Hilfe direkt" in dem afrikanischen Land aktiv.

Spenden

Seit damals hat der Südburgenländer Schulen für 19.000 Kinder errichtet. Ebenso wie zahlreiche Nähereien und Werkstätten. "Wir haben 700 ständige Arbeitsplätze geschaffen", erzählt Grandits stolz.Nichtsdestotrotz wird er nicht müde für seine Projekte zu sammeln. Immer wieder würden Dörfer wegen Brunnen anfragen oder ob sie eine Schule bekommen. "Manche Frauen waren sieben Stunden unterwegs zum Brunnen, dort haben sie eine Stunde in der Schlange gestanden, bis sie Wasser bekamen und gingen dann wieder zurück", sagt Grandits. Nun haben sie in ihrer Ortschaft einen Brunnen. Auch von der Regierung Burkina Fasos hat Grandits eine Auszeichnung erhalten. "Aber das gibt mir nichts, zwei Euro für die armen Leute wären mir lieber gewesen", sagt Grandits.

Hunger

Im Moment sei die Lage in dem afrikanischen Land kritisch, es herrsche vielerorts eine Hungersnot. Deshalb veranstaltet am Samstag, 17. Feber, der Lions Club im Kulturzentrum Oberschützen ein Jazz-Konzert. Saxophonlegende Pee Wee Ellis und die Bigband der Musikuniversität Wien werden unter der Leitung von Markus Geiselhart ab 19 Uhr das Publikum begeistern.

Mit dem Erlös aus dem Kartenverkauf soll Hirse für die hungernde Bevölkerung in Burkina Faso gekauft werden. "Es gibt auch sonst noch etliche Projekte, die wir umsetzen wollen", sagt Grandits. Die nächste Reise plant der 80-Jährige bereits, im Herbst sollen wieder Projekte übergeben werden und sicher werden auch wieder neue in Auftrag gegeben. www.hilfedirekt.at

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