Chronik | Burgenland
05.12.2018

Hunde erlitten Vergiftungen durch Rattenköder

Besitzer erstatteten Anzeige, laut Polizei kein Hinweis auf Fremdverschulden.

Mattersburg/Eisenstadt. Auf sozialen Netzwerken macht derzeit die Angst vor einem möglichen Hundehasser die Runde: Nach einem Vergiftungsfall in Mattersburg und ähnlichen Fällen in Eisenstadt und Umgebung wandten sich betroffene Hundehalter an die Polizei.

Jürgen Mayer, Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland bestätigt, dass es in den vergangenen Tagen zu Anzeigen wegen Tierquälerei gekommen ist. In Mattersburg wäre ein Hund nach der Aufnahme von Rattengift beinahe verendet. Die Tierärztin konnte den Vierbeiner in letzter Minute retten. „Der Hund hatte einen Rattenköder gefressen. Es gibt aber keine Hinweise, dass der Köder ausgelegt worden wäre, um damit Hunde zu vergiften“, sagt Mayer.

Auch im Stadtzentrum von Eisenstadt habe ein Hund dieser Tage Rattengift aufgenommen, auch dieses Tier konnte gerettet werden. Bei einem weiteren Fall in St. Georgen habe ein anderer Vierbeiner Ende der Vorwoche etwas Verdächtiges geschluckt. Ein Veterinär konnte das Tier zum Erbrechen bringen, der Hund blieb unverletzt. Ob es sich in dem Fall um Gift handle, könne man nicht sagen. „Es gibt in allen drei Fällen keinen einzigen Hinweis, dass jemand den Hunden schaden wollte.“ Das Auslegen von Rattengift sei laut Polizei jedenfalls nicht verboten.