Chronik | Burgenland
04.01.2018

Horror aus dem Südburgenland auf der großen Leinwand

Mit "Zahling" hat Matthias Klepeisz sein Regiedebüt in Spielfilmlänge abgeliefert.

"Ich habe meine Leidenschaft fürs Filme machen schon vor längerer Zeit entdeckt", sagt Matthias Klepeisz. Gemeinsam mit einigen Freunden hat er vor Kurzem seinen ersten Horrorfilm im Kino Güssing präsentiert. Klepeisz ist Lehrer an einer Hauptschule in Wien und spielt in der 2. Bundesliga Basketball. Horrorfilme haben es ihm schon lange angetan. Neben Videoschnitt beschäftigte er sich mit Video-Effekten – "da kam mir die Idee, ich mache einen Horrorfilm". Das Drehbuch hat er selbst geschrieben, "ich habe mit vielen Leuten darüber gesprochen und so hat sich der Plot immer weiter entwickelt", sagt Klepeisz.

Kameramann Ben Mondschein war für die Aufnahmen zuständig, "er hat das Projekt auf ein anderes Level gehoben", sagt der Regisseur. Die ersten Versuche bei Szenen seien noch chaotisch gewesen. "Wir filmten sieben Stunden für eineinhalb Minuten." Danach sei es immer professioneller geworden.

Als Hauptdarsteller fungierten Andreas Roth und Madeleine Zsifkovits. "Ich habe sie gefragt und sie konnten schauspielern, die haben das wirklich gut gemacht", sagt Klepeisz. Sechs Monate dauerten die Dreharbeiten insgesamt.

Erstlingswerk

Der Film handelt von ein paar Freunden im Südburgenland. Die große Liebe des Hauptdarstellers wurde ermordet. Dann beginnt eine ganze Mordserie. Gedreht wurde hauptsächlich im Bezirk Güssing und natürlich in Zahling. "Ein Bekannter hat dort einen Keller mitten im Wald, das passte perfekt", sagt Klepeisz. Auch sonst setzte er auf Originaltreue. "Unser Arzt im Film ist wirklich Mediziner, den Reporter spielte Walter Reiss, der viele Jahre beim ORF war", sagt Klepeisz. Die zwei Privatvorstellungen im Kino in Güssing waren gut besucht. Demnächst soll der Film auch bei Festivals eingereicht werden.

Derzeit arbeite ein Freund bereits an einem neuen Drehbuch für die Filmcrew aus dem Südburgenland. Horrorfilme sieht der Regisseur heute anders. "Früher habe ich mich schon gefürchtet, jetzt schaue ich zu und frage mich, wie haben sie diesen Effekt gemacht oder so eine Kameraeinstellung will ich auch probieren", sagt Klepeisz. Doch auch bei den Dreharbeiten im Zahlinger Wald war es in der Nacht unheimlich, wie der Regisseur sagt. www.zahlingderfilm.at