Hochschwangere Frau schlug Alarm

Dramatischer Weihnachtsmorgen für eine Familie in Apetlon, Hitzestau in einem Ofen könnte das Feuer ausgelöst haben.

Schlimmer hätte Weihnachten für Familie Haider aus Apetlon gar nicht beginnen können: Samstag, gegen halb vier Uhr Früh, brach im Obergeschoß des Wohnhauses in der Triftgasse ein Brand aus. Die hochschwangere Schwiegertochter, die mit ihrem Mann und Sohn Richi im Obergeschoß wohnt, war aufgewacht: „Christina hat ein Knistern gehört“, erinnerte sich Hausherr Michael Haider im Gespräch mit dem KURIER an die dramatischen Minuten. Die Ursache war schnell entdeckt, bei einem Schwedenofen war ein Feuer ausgebrochen. Die im neunten Monat schwangere Schwiegertochter, 37, und deren Sohn Richi, der die Volksschule besucht, wurden schnellstens in Sicherheit gebracht.

Die Feuerwehr Apetlon war rasch vor Ort und rückte mit schwerem Atemschutz zum Brandherd vor. „Wir mussten die Kollegen aus Illmitz, Wallern und Frauenkirchen nachalarmieren“, berichtet Apetlons stellvertretender Feuerwehrkommandant Werner Preiner. Wandverkleidungen rund um den Kamin mussten abgetragen werden, um sicherzugehen, dass sich dahinter keine Glutnester ausbreiten konnten.

Großaufgebot

Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte auf den Beinen. Aus Frauenkirchen wurde die Drehleiter angefordert, um das Feuer auch von außen bekämpfen zu können. Nach sieben Uhr Früh konnten die Feuerwehren mit ihren elf Einsatzfahrzeugen wieder abrücken. „Seit den Überflutungen im Sommer war das unser größter Einsatz“, resümierte Preiner. Verletzt wurde niemand.

„Schlimm, wenn so etwas passiert, noch dazu zu Weihnachten“, sagte Michael Haider am Samstagvormittag. Das Obergeschoss sei bis auf Weiteres nicht bewohnbar, zumindest könnten die Jungen aber problemlos bei Verwandten unterkommen. Der Brandermittler des Bezirkes Neusiedl am See geht davon aus, dass ein Hitzestau im gußeisernen Ofen zum Brand geführt hat. Der Kamin sei aber ordnungsgemäß installiert worden, sagt der Experte. Wie hoch der Schaden ist, kann noch nicht beziffert werden, jetzt ist der Sachverständige am Wort, zumindest besteht aber Versicherungsschutz.

Stoob

Um fünf Uhr Früh musste die Feuerwehr Stoob ausrücken: Im Müllsammelraum des Schulgebäudes (Neue Mittelschule, Volksschule und Kindergarten) war ein Feuer ausgebrochen. Beim Eintreffen der Florianis stand der Müllraum bereits in Vollbrand. Die Styroporfassade und ein Zählerkasten wurden beschädigt, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Teile des Gebäudes konnte verhindert werden. Personen waren nicht gefährdet. Brandherd war offenbar der Papiercontainer in dem nicht versperrten Müllraum. Die Polizei geht daher von Brandstiftung aus und hat die Ermittlungen aufgenommen.

( Kurier ) Erstellt am 25.12.2011