Doskozil meldet sich aus Reha zurück: "Merke jeden Tag Fortschritte"
Hans Peter Doskozil meldet sich nach seiner Kehlkopf-Operation zurück und spricht über Fortschritte und seine Genesung.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat sich nach seiner Kehlkopf-Operation erstmals ausführlich persönlich zu Wort gemeldet. In einem Beitrag erklärte der burgenländische Landeshauptmann, dass er wieder selbst Auto fahren dürfe und auf dem Weg zurück ins Burgenland sei.
„Den Umständen entsprechend fühle ich mich sehr gut, und – was besonders wichtig ist – ich merke jeden Tag Fortschritte“, schrieb Doskozil. Gleichzeitig bedankte er sich für die Unterstützung der vergangenen Wochen. Besonders hob er dabei seine Frau Julia hervor, die für ihn „eine unglaubliche Stütze“ sei.
Doskozil erklärte zudem, er halte sich diesmal konsequent an die Vorgaben der Ärzte und nehme sich bewusst Zeit für die Regeneration. Digitale Termine und organisatorische Aufgaben erledige er weiterhin selbst gemeinsam mit seinem Regierungsteam und seinen Mitarbeitern.
"Bisschen Geduld braucht es noch"
Die Erkrankung begleitet den Landeshauptmann bereits seit Jahren. Im Juli 2018 hatte Doskozil erstmals Probleme mit seiner Stimme öffentlich gemacht. Nach mehreren Eingriffen entwickelte sich daraus eine chronische Erkrankung des Kehlkopfs. Über die Osterfeiertage wurde ihm schließlich im Universitätsklinikum Leipzig der Kehlkopf entfernt und eine Stimmprothese eingesetzt.
Laut seinem behandelnden Arzt Andreas Dietz war die Funktion des Kehlkopfes aufgrund der Erkrankung und der insgesamt elf Eingriffe nicht mehr aufrechtzuerhalten. Zudem sei das Atmen zunehmend erschwert gewesen. Die nun gewählte Operation bezeichnete Dietz als nachhaltige Lösung und als „Befreiung von der langjährigen chronischen Erkrankung“.
Im Zuge des Eingriffs wurden Atmung und Schluckfunktion rekonstruiert sowie eine Stimmprothese eingesetzt. Diese soll nach entsprechender Regenerations- und Trainingsphase wieder eine stabile Stimmbildung ermöglichen. Zuletzt war Doskozil zum Teil nur schwer verständlich gewesen.
Der Landeshauptmann selbst schrieb nun, eine solche Phase schärfe auch den Blick auf das Wesentliche: „Verantwortung übernehmen, auf das Wichtige konzentrieren, nach vorne schauen - und nicht stehenbleiben und lamentieren. Das gilt übrigens nicht nur für meinen Genesungsverlauf, sondern auch für die Politik.“
Noch bleibt Doskozil in Regeneration. „Ich freue mich darauf, bald wieder persönlich mit euch sprechen zu können“, schrieb er. Für alle, die sich fragen würden, wie das klingen werde, ergänzte er: „Ein bisschen Geduld braucht es noch.“
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