Grünes Wohnprojekt in der Stadt

© Bild: B-SÜD

Das größte Passivenergiehaus des Landes entsteht laut B-SÜD in Eisenstadt. Im Frühjahr 2012 soll es fertig sein.

Ein ganz besonderes Wohnprojekt in der burgenländischen Landeshauptstadt macht derzeit von sich reden. "Green Village" bei den Kirchäckern gelegen, nähert sich seiner Fertigstellung. In einer ersten Bauphase sollen 71 Wohnungen mit einem Ausblick auf die Wulkaebene entstehen. Im Frühjahr 2012 sollen bereits die ersten Mieter das Haus beziehen. Großer Wert wird dabei auf das "ökologiebetonte Wohnen"gelegt, heißt es vom Bauherrn, der B-SÜD Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft. "Es ist das größte Passivhaus, das im Burgenland gebaut wurde", erklärt Martin Ivancsics, Geschäftsführer von B-SÜD.

Ziel sei es, sämtliche Wohnungen mit Energien von erneuerbaren Quellen zu versorgen. So setzt man in "Green Village" neben einem biogenen Fernwärmeanschluss auch auf Sonnenkollektoren und Fotovoltaikanlage. "Die Energiekennzahl (sie gibt an, wie niedrig der Energieverbrauch ist, Anm.) ist sieben und befindet sich somit bei diesem Wohnprojekt im untersten Drittel", rechnet Ivancsics vor. Dadurch würden sich die künftigen Bewohner von "Green Village" auch rund ein Viertel an Heizkosten im Vergleich zu einer Wohnung mit Niedrigenergiestandard ersparen.

Qualität

Der "grüne Faden" in Green Village soll sich auch mit Hilfe von durchgehenden Grünzonen durch das Haus ziehen. "Wir wollen den Mietern ein qualitätsvolles Wohnen bieten", sagt Ivancsics. So sind neben einem Schwimmbad im Dachgeschoß auch eine Saunaanlage und ein Fitnessraum vorgesehen. Parkplatzprobleme werden die Bewohner voraussichtlich nicht plagen. In der zweigeschossigen Tiefgarage sind pro Wohnung zwei Kfz-Stellplätze eingeplant.

Ein Drittel der Wohnungen sei bereits fix vergeben, heißt es von B-SÜD. An Miete müssen Interessierte 6,70 € pro Quadratmeter berappen, der Eigenmittelanteil beträgt 512 €/m². Wohnungen gibt es in der Größenordnung von 52 bis 92 m².

Die Baukosten liegen bei rund elf Millionen €. " Wir haben durch die erforderliche Dämmung für ein Passivhaus lediglich einen Mehrkostenaufwand von 250.000 Euro", sagt der Geschäftsführer. In einer zweiten Etappe sollen bis 2013 rund 80 weitere Wohnungen entstehen. "Unser Projekt ist richtungsweisend. Denn es kann sein, dass es die Wohnbauförderung künftig nur mehr für Passivenergiehäuser gibt", sagt Ivancsics.

Erstellt am 05.12.2011