© Pfotenhilfe / Tom Benda

Burgenland
09/24/2018

Giftköder in Garten geworfen - zwei Hunde tot

Schneckenkorn könnte den Hunden zum Verhängnis geworden sein

von Thomas Orovits

Die Polizei ermittelt nach der Vergiftung zweier Hunde und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Trauriges Wochenende für eine Familie in Apetlon: „Wir haben überhaupt keinen Verdacht, wer unsere beiden Hunde vergiftet haben könnte“, ist ein Familienvater aus der Seewinkelgemeinde am Montag im KURIER-Gespräch immer noch ratlos. Die beiden Familienhunde, ein elfjähriger Havaneser und ein vier Jahre alter Chihuahua, sind verendet, nachdem sie im hauseigenen Garten vermutlich vergiftete Köder gefressen hatten. Das todbringende Gift war in Topfen-Verpackungen aus Plastik deponiert, wie es sie in jedem Supermarkt zu kaufen gibt.

Tierquälerei

Erstes Opfer war der Havaneser, den die Familie am Samstag in die Tierklinik Parndorf brachte. Der Hund sei mit Symptomen einer Epilepsie gekommen, erinnert sich Tierärztin Marion Krecny. Nachdem das Blutbild unauffällig gewesen sei, blieben eine Vergiftung oder ein Tumor als wahrscheinlichste Ursachen übrig. „Eine Vergiftung hat die Hundebesitzerin zu dem Zeitpunkt noch ausgeschlossen“, erzählt die Veterinärin. Weil das Tier schon relativ alt war, schien ein Tumor plausibel – der Havaneser wurde eingeschläfert.

Als die Familie am Sonntag mit ihrem zweiten Hund in der Klinik stand, war für Krecny klar: „Das kann nur eine Vergiftung sein“ – zu retten war auch dieses Tier nicht mehr.

Die Polizei Apetlon hat die Ermittlungen aufgenommen und ersucht unter  059133/1141 um Hinweise aus der Bevölkerung , sagt Kontrollinspektor Jürgen Mayer von der Landespolizeidirektion Burgenland. Den Tätern droht eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Eisenstadt wegen Tierquälerei nach § 222 StGB. Die Polizei hat die Köder sichergestellt und lässt sie in einem Wiener Labor auf Inhaltsstoffe untersuchen. Ein Ergebnis wird wohl erst in einigen Wochen vorliegen.

Welches Gift den Hunden zum Verhängnis wurde, weiß auch Tierärztin Krecny noch nicht, es könnte aber Schneckenkorn gewesen sein; gerötete Schleimhäute und epileptische Anfälle seien Hinweise darauf.

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