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Chronik Burgenland
05/03/2019

Gefahr im Verzug: Polizei stoppt Reisebus mit 78 Fahrgästen

Der Bus war mit einem defekten Rad auf der Ostautobahn A4 unterwegs, auch die Ruhezeiten wurden nicht eingehalten.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Beamte der Landesverkehrsabteilung Burgenland stoppten am Donnerstagnachmittag einen Reisebus, der mit schweren Mängeln auf der Ostautobahn A4 unterwegs war. In dem Bus befanden sich 78 Fahrgäste und zwei Chauffeure, die von einer Rundreise in der Schweiz auf dem Weg nach Serbien waren.

Die Beamten entdeckten den nicht abgesicherten, parkenden Reisebus auf der A4 auf einem Pannenstreifen. Die beiden Fahrzeuglenker zogen an einem defekten Rad die gelockerten und ausgeschlagenen Radmuttern nach, um dieses nicht zu verlieren.

"Dadurch war eine erhebliche Gefährdung für die 78 Fahrgäste und für den anderen Fahrzeugverkehr gegeben", heißt es von der Landesverkehrsabteilung. Um eine genaue Kontrolle des Reisebusses durchführen zu können, wurde der doppelstöckige Bus zum Grenzübergang Nickelsdorf eskortiert.

Schwere Mängel

Bei der Überprüfung des Reisebusses wurden schwere technische Mängel festgestellt: So war die Bremswirkung stark beeinträchtigt, durch die ausgeschlagene Zentrierung der Felge drohte sich auch das Rad von der Achse zu lösen. Außerdem war der Bus überladen, zudem wurde die Zahl der erlaubten Fahrgäste um zwei überschritten. Dem Bus wurde somit die Weiterfahrt bis zur Reparatur, welche sich als schwierig erwies, untersagt.

Eine notdürftige Versorgung der Fahrgäste mit Getränken sowie die Unterstützung einer zuckerkranken Person wurde durch die Beamten der Verkehrsabteilung übernommen.

Die Übertretungen werden an die Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See angezeigt.