Frische Milch der "Schazie’s"

Anna van den Oever und ihr Mann züchten Milchziegen. Aus der Milch werden Joghurt und Frischkäse hergestellt. Zudem wird mit Schulen kooperiert.

Ein Meckern geht durch den Stall, wenn Anna van den Oever ihre Ziegen auf die Weide lässt. Seit April betreibt sie gemeinsam mit ihrem Mann den "Schazie-Hof". Im bezeichnenden Namen stecken schon die Tiere des Hofes - Schafe und Ziegen. 35 Paarhufer bevölkern den Stall in Zahling im Bezirk Jennersdorf. "Wir halten und züchten Milchziegen der Rassen Saanen und Toggenburger." Zwei Mal am Tag wird gemolken. Es ist der einzige Milchwirtschaftsbetrieb im Burgenland, der ausschließlich Ziegenmilch produziert. Die gewonnene Milch wird zu den verschiedensten Produkten verarbeitet. "Wir haben eine eigene Käserei, machen Joghurt und Frischkäse", erklärt van den Oever. Hier sieht die Landwirtin auch eine Marktlücke, weil es kaum Ziegenkäse gibt. Neben dem Hofladen betreiben die beiden auch einen Heurigen mit ihren eigenen Produkten.

"Wir sind aber auch Mitglied bei den Paradiesbetrieben", sagt van den Oever. Es werden nur Speisen angeboten, die regional, bäuerlich und biologisch sind.
Neben der Landwirtschaft gibt es am Betrieb auch die "Schule am Bauernhof". Ein Projekt der Europäischen Union, damit jedes Schulkind zumindest einmal auf einem Bauernhof gewesen ist. "Wir zeigen den Kindern wie die Ziegen gehalten werden und wie Käse gemacht wird", sagt die Landwirtin.

Die tägliche Arbeit wird nicht nur erklärt, die Kinder können auch mithelfen und dabei sehen woher die Milch kommt. "Es wird gut angenommen. Die Ziegen eignen sich ebenfalls gut für den Kontakt mit den Kindern, sie beißen und treten nicht", sagt van den Oever. Aber auch Erwachsene können Seminare für die Käserei am "Schazie-Hof" buchen.

Für die Landwirtin steht das Wohl ihrer Tiere an oberster Stelle. Der Ziegennachwuchs geht nur an Zuchtbetriebe und wird nicht geschlachtet. Die Tiere haben Auslauf und einen modernen Stall, von dem sich die Besucher des Hof-Heurigens auch gleich selbst überzeugen können, da er direkt an die Gaststube angrenzt.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011