Flug-Werft wird geschlossen

Punitz: Sanierungsverfahren über die Flugbetrieb GmbH wurde eröffnet. Die Flugschule soll fortgeführt werden.

Die Werft wird definitiv geschlossen, die Flugschule soll bestehen bleiben und weitergeführt werden“, erklärt Barbara Senninger im KURIER-Gespräch. Die Rechtsanwältin aus Stegersbach wurde zur Sanierungsverwalterin für die Flugbetrieb GmbH mit Sitz in Punitz, Bezirk Güssing, bestellt. Heute, Mittwoch, wird ein Erstgespräch mit den Geschäftsführern stattfinden.

„Nach meinen Informationen ist die Pilotenausbildung seit der Wirtschaftskrise zurückgegangen. Die Werft ist defizitär“, nennt Senninger zwei Gründe. Das Unternehmen wurde 1985 im Ortsteil der südburgenländischen Gemeinde Tobaj gegründet, „Ende der 1990er Jahre hat es Probleme gegeben, aber jetzt war zehn Jahre Ruhe“, sagt Senninger.

Zwei Angestellte und ein Lehrling sind von der Werft-Schließung betroffen. Die Außenstände betragen 270.000 Euro, rund 90 Gläubiger dürfte es geben, bis 9. Jänner nächsten Jahres können Ansprüche geltend gemacht werden. Am kommenden Montag werde eine erste Gläubigerversammlung abgehalten, eine Sanierungsquote von 30 Prozent sei angeboten worden. „Die Gesellschafter haben einen Finanz- und Sanierungsplan erstellt, diesen werde ich nun prüfen“, schildert die Rechtsanwältin. „Dann wird man sehen, ob eine Eigenverwaltung funktioniert oder nicht.“ Zudem werde eine Vermögensauflistung mit den Aktiva stattfinden, es gebe zwei Flugzeuge die bewertet werden müssen, Sachverständige wurden hinzugezogen.

Rundflüge

"Die Wartung in der Werft war nicht kostendeckend, der Aufwand ist zu groß, dafür sind wir zu klein“, betont Axel Schwarz, der gemeinsam mit Reinhard Kremsner die Geschäftsführung inne hat. Deshalb sei es auch nicht sinnvoll diesen Zweig der Gesellschaft weiter zu führen.

Schule und Rundflüge hingegen sehr wohl, die Auftragslage sei eine gute, in den ersten Monaten des kommenden Jahres in etwa mit jener aus 2011 zu vergleichen, stellt Schwarz klar.

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( Kurier ) Erstellt am 13.12.2011