Die sicherste „Matura“ schafft nicht jeder

35 „goldene“ Teilnehmer als „Garant für Zukunft“.
Die drei besten Absolventen der „Feuerwehrmatura“.

Ein Tisch, darauf Unterlagen, daneben Funkgerät und Einsatzplan: Die Situation ist klar vorgegeben, die Zeit läuft. Der Blick geht über Skizzen und Berechnungen, Entscheidungen müssen rasch getroffen werden. Es ist eine von acht Stationen bei jener Prüfung, die im Feuerwehrdienst als „Feuerwehrmatura“ gilt.

Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold ist die anspruchsvollste Prüfung im Feuerwehrwesen. Sie findet in der Regel alle zwei Jahre statt und verlangt umfassendes Wissen in Organisation, Technik und Taktik.

2.000 Goldene

Die Teilnehmer müssen dabei an insgesamt acht Stationen unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Theoretische Fragestellungen werden mit praktischen Stationen ergänzt, bei denen aber auch Fachwissen in Technik und Organisation abgefragt wird. Derzeit sind mehr als 2.000 Feuerwehrmitglieder im Burgenland berechtigt, das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold zu tragen.

Die besten Drei

42 Mitglieder burgenländischer Feuerwehren stellten sich am Wochenende dieser Herausforderung, 35 von ihnen absolvierten das Abzeichen. Den Landessieg sicherte sich Markus Liebentritt von der Feuerwehr Karl. Auf den weiteren Plätzen folgten Florian Schober aus Siegendorf und Siegfried Fasching aus Pilgersdorf. Ranghöchster Gratulant war Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf, der die Absolventen als „Garant für die Zukunft und die Schlagkraft“ der Feuerwehr bezeichnete.

Neben der ohnehin gegebenen personellen Weiterentwicklung steht in den kommenden Jahren auch die Ausrüstung der Feuerwehren vor Veränderungen. So hat zum Beispiel die Feuerwehr Neufeld (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) seit einem halben Jahr zwei vollelektrische Einsatzfahrzeuge im Dienst, die speziell auf die Anforderung der Feuerwehr ausgerichtet sind. Am Wochenende wurden die beiden Fahrzeuge gesegnet.

Über 100.000 Stunden

Das Tanklöschfahrzeug ist vor allem für die Brandbekämpfung ausgelegt, während das Rüstlöschfahrzeug für technische Einsätze vorgesehen ist und unter anderem über eine Seilwinde verfügt. Ergänzt wird die Ausstattung durch Sondergeräte für Katastrophenfälle, darunter ein Arbeitsboot und das Löschunterstützungsfahrzeug LUF 60.

Im Vorjahr rückten die Feuerwehren im Burgenland zu mehr als 7.700 Einsätzen aus und leisteten über 106.000 ehrenamtliche Einsatzstunden.

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