Chronik | Burgenland
29.11.2018

Feuerwehren: Weiterbildung für mehr Sicherheit

HTL-Schüler bauten Übungstunnel für die FF Zagersdorf. Im Feuerwehrwesen wird großer Wert auf Ausbildung gelegt.

Aus- und Weiterbildung ist für die burgenländischen Feuerwehren selbstverständlich und gehört zu ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit einfach dazu. Die meisten Feuerwehrleute nehmen sich dafür sogar Urlaub oder opfern ihre Freizeit. Jährlich besuchen rund 5400 Mitglieder eine der 180 Lehrveranstaltungen in der Feuerwehrschule in Eisenstadt. Dazu kommen noch unzählige Übungsstunden der jeweiligen Ortsfeuerwehren, bei denen verschiedene Einsatzszenarien nachgestellt werden, um so für den Ernstfall bestmöglichst vorbereitet zu sein.

„Gut ausgebildete Feuerwehrmitglieder helfen in Not geratenen Mitmenschen rasch und effizient. Gleichsam minimieren sie auch das eigene Verletzungsrisiko, was die feuerwehrinterne Verletzungs- und Unfallstatistik jährlich bestätigt. Ausbildung ist auch Selbstschutz“, sagt Josef Bader, Leiter der Feuerwehrschule in Eisenstadt.

HTL baut Übungstunnel

Um diese Szenarien auch effizient üben zu können, braucht es natürlich Hilfsmittel. Drei Absolventen der HTL Pinkafeld – Peter Fritz, Clemens Fahrberger und Lisa Varga – haben das zum Anlass genommen, um im Rahmen ihrer Abschlussarbeit einen Atemschutztunnel für die Freiwillige Feuerwehr Zagersdorf zu bauen.

Darin können Atemschutztrupps wetterunabhängig Trainingseinheiten durchführen. Die aus jeweils drei Mann bestehenden Trupps werden mit ein- und ausklappbaren beziehungsweise verschiebbaren Hindernissen im Kanal auf enge Räume und Stresssituationen im Ernstfall vorbereitet. „Für die Freiwillige Feuerwehr Zagersdorf ergibt sich dadurch die Möglichkeit, jederzeit fachgerechte Übungen im Atemschutzkanal durchführen zu können. Für die Schüler war es eine tolle Möglichkeit, Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln“, sagt Betreuungslehrer Dietmar Wanitsch von der HTL Pinkafeld.

Räumlichkeiten gesucht

Die Freiwilligen Feuerwehren des Landes sind übrigens laufend auf der Suche nach Autowracks oder potenziellen Räumlichkeiten für Übungsszenarien wie zum Beispiel Abrisshäuser oder alte, nicht mehr benutzte Lagerhallen. Falls man über derartige Räumlichkeiten oder Fahrzeuge verfügt, ist es laut Auskunft des Landesfeuerwehrverbandes am besten, man fragt die Mitglieder der Ortsfeuerwehr.