Eisenstadt: Sportplatz in der Warteschleife

Notwendige Änderungen im Flächenwidmungsplan werden vom Land Burgenland nicht genehmigt.

Die Pläne für den neuen Sportplatz haben in der Landeshauptstadt bereits für ausreichend Zündstoff und Querelen auf politischer Ebene gesorgt. Wie der KURIER berichtete, sieht VP-Bürgermeister Thomas Steiner St. Georgen für einen "optimalen" Standort für das Projekt, da es dort ausreichend kostengünstige Grundstücke gebe. Für SP-Vizebürgermeister Günter Kovacs ist der Stadtteil zu weit weg vom Schuss.

Nun scheint Koavcs Rückendeckung von der Raumplanung der Burgenländischen Landesregierung zu bekommen. Angestrebte Änderungen des Flächenwidmungsplanes, um bestimmte Projekte – darunter auch die Sportanlage – umsetzen zu können, wurden vom Land Burgenland nicht genehmigt. Eine Umwidmung von Grünland in Bauland am Koglweg, die Erweiterung des Fußballplatzes in St. Georgen oder die Kenntlichmachung des Naturdenkmals "Alte Rebe" stehen laut Landesregierung im Widerspruch zum aktuellen Stadtentwicklungsplan.  Der Koglweg, der für den Hausbau von Jungfamilien umgewidmet werden sollte, liege außerhalb der Baulandgrenzen. Im Bereich St. Georgen sei laut Stadtentwicklungsplan kein Grünland-Sport, der für die Sportanlage notwendig wäre, ausgewiesen.

Insgesamt wurden sechs von 21 Punkten bei den Raumplanern zurückgewiesen, erläutert Steiners Büroleiter Dietmar Eiszner. Eine Änderung dieser Anliegen könne laut Landesregierung nur auf der Grundlage eines vom Gemeinderat beschlossenen Stadtentwicklungsplanes vorgenommen werden. Und das kostet natürlich Zeit.

"Ich vermute, dass SP-Vizebürgermeister Kovacs über das Land versucht, die Arbeit der Stadt zu behindern", macht Steiner seinen Unmut laut. Kovacs reagiert entsetzt auf Steiners Vorwürfe: "Unglaublich, wie er das formuliert, ich habe das nicht beeinflusst, das ist eine glatte Lüge", kontert der rote Vize-Stadtchef.

( Kurier ) Erstellt am 06.03.2012