Chronik | Burgenland
18.01.2012

Eisenstadt: „Alles, nur kein neues Skylink“

Die BGKK-Zentrale soll neu gebaut, das alte Gebäude verkauft werden. Die Kosten liegen im zweistelligen Millionenbereich.

Warum 12 Millionen Euro für einen Neubau ausgeben, wenn eine Sanierung nur 6 bis 8 Millionen kosten würde? Das fragen sich Burgenlands Freiheitliche im Hinblick auf den geplanten Neubau der Zentrale der Burgenländischen Gebietskrankenkasse (BGKK). „Nach allem, was bekannt ist, könnte ein Neubau doppelt so viel wie eine Sanierung kosten. Für mich ist der entscheidende Punkt, was für die Versicherten die günstigere Variante ist“, meint FP-Gesundheitssprecherin Ilse Benkö.

Für BGKK-Obmann Josef Grafl ist ein Neubau „nach reiflicher Überlegung und Einbeziehung von Experten die beste Lösung“. Wenn man den Erlös aus dem Verkauf der jetzigen Zentrale am Esterházyplatz dazuzähle, sei die Differenz zur Generalsanierung „nicht mehr so groß“. Auf Zahlen möchte sich Grafl nicht festlegen, die 12 Millionen Euro für einen Neubau will er weder dementieren noch bestätigen: „Es ist sicher ein zweistelliger Millionenbetrag.“ Für die Vorplanung nehme man sich viel Zeit, denn, betont der BGKK-Chef: „Ich will alles, nur kein neues Skylink.“

Die Kosten könne man auch deshalb nicht genau beziffern, weil noch andere Institutionen mit an Bord kommen könnten. Dass die SVB, Sozialversicherung der Bauern, auch in das neue Gebäude einziehen werde, sei „fast zu 100 Prozent fix“, informiert Grafl. Mit anderen, vom Bundessozialamt bis zum Roten Kreuz, führe man Gespräche.

Nahe der Bahn

Ebenfalls noch nicht abgeschlossen ist die Standortsuche in der Landeshauptstadt. Entscheidend sei die Nähe zum öffentlichen Schienennetz, denn: „Die Bahn wird in Zukunft in Eisenstadt eine viel größere Rolle spielen als jetzt.“ Apropos Zukunft: Als Einzugstermin in das neue Gebäude sei Ende 2015, Anfang 2016 „denkbar“.

Grund für alle Neubau- bzw. Umbaupläne ist der Zustand der jetzigen Zentrale. Die Infrastruktur sei veraltet, das Gebäude nicht barrierefrei und ein „Flickwerk“, wie Grafl meint, „wir haben vier Eingänge, der älteste Gebäudeteil ist aus dem Jahr 1925.“