Chronik | Burgenland
13.08.2018

Eingeschleppte Baumarten sollen bekämpft werden

Götterbaum, Robinie oder Ölweide verdrängen im Burgenland zunehmend heimischen Bäume.

Der Götterbaum, die Robinie oder die Ölweide verbreiten sich zunehmend im Burgenland. Sie sind nicht hier heimisch und verdrängen lokale Baumarten immer mehr. „In Naturschutzgebieten verursacht dies immer größere Probleme“, erklärt Naturschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ).

Mit einem neuen EU-Projekt sollen nun Maßnahmen zur Bekämpfung von invasiven Gehölzen entwickelt werden. „Im Rahmen des Projektes werden in den Europaschutzgebieten ,Neusiedler See-Nordöstliches Leithagebirge’ und ,Zurndorfer Eichenwald’ Flächen erhoben. Darauf aufbauend wird eine Strategie zur Bekämpfung der Gehölze entwickelt“, sagt Eisenkopf .

Mit der Umsetzung des Projektes wurde der Naturschutzbund Burgenland beauftragt. Projektpartner ist die Esterhazy Betriebe GmbH. Die Kosten des bis Jänner 2020 laufenden ELER-Projektes (Entwicklung des öffentlichen Raums, Anm.) betragen 100.000 Euro und werden vom Land Burgenland kofinanziert.

Information

Mit einbinden wolle man auch die privaten Wald- und Gartenbesitzer, erklärt Klaus Michalek, Geschäftsführer des Naturschutzbunds: „Projektbegleitend werden wir bewusstseinsbildende Maßnahmen setzen, um Waldbesitzer und die breite Öffentlichkeit zu informieren.“

Oft seien Gärten und Parks Ausgangspunkt der Verbreitung invasiver Pflanzen. Bei der Bekämpfung des Götterbaumes habe man im Rahmen von Feldversuchen bereits gute Erfahrungen mit einem von der BOKU Wien entwickelten Pilz gemacht. Dieser wirkt auf biologischer Basis, damit in Schutzgebieten keine „chemische Keule“ zum Einsatz kommen müsse.