2018 sollen die ersten Gäste im 4-Stern plus Hotel "Am Hafen" übernachten

© /Neusiedl am See Projektentwicklung GmbH

Burgenland
06/16/2016

Ein Stückchen vom Neusiedler See kaufen

Exklusives Hotel und Seehäuser entstehen um 30 Millionen Euro in Neusiedl am See.

von Theresa Gsellmann

Nach zehn Jahren soll es nun fix sein: Neusiedl bekommt ein Seehotel und 23 Seehäuser. Bernd Gaiswinkler und Wolfgang Gollner von der Neusiedl am See Projektentwicklungs GmbH präsentierten am Dienstag das mächtige Bauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro.

Der Startschuss für den Bau des 4-Stern plus Hotels "Am Hafen" mit 68 Zimmern und den 23 Häusern soll im kommenden Herbst fallen.

Trotz des sensiblen Baugebietes sei "alles im grünen Bereich", bestätigt Wasserexperte Helmut Rojacz von der Landesregierung. Die Wasserfläche des Sees wird sogar vergrößert, für die Bauten wird ein eigenes Hafenbecken ausgebaggert. Nach jahrelanger Suche konnten nun auch private Investoren gefunden werden. Zusätzliches Geld für den Millionenbau soll durch ein "Buy to let-Modell" lukriert werden. "Jeder kann ein Hotelzimmer kaufen und es dem Hotel zur Verfügung stellen", erklärt Gaiswinkler die alternative Finanzierungsmethode. Ab 200.000 Euro ist man dabei, die Rendite beträgt vier Prozent. Käufer können ihre Wohneinheiten vier bis acht Wochen im Jahr nutzen. Wer ein Haus am See sein eigen nennen möchte, ist ab 7800 Euro am Quadratmeter mit von der elitären Partie.

Flaniermeile

Während sich einige die Hände reiben und das große Geld wittern, machen sich viele Neusiedler Gedanken um die Zukunft des See – ihrem Erholungsgebiet, das zunehmend verbaut wird. "Hier soll die neue Flaniermeile der Region entstehen", wünschen sich die Projektentwickler. Bootshafen, Restaurant und Hotelbar werden öffentlich zugänglich sein. Klingt alles schön und gut. Wäre da nicht das Parkplatz-Problem mit dem die Stadtgemeinde seit Jahren kämpft. Die Projektentwickler versprechen ein zweigeschoßiges Parkdeck für ihre Gäste zu errichten, VP-Bürgermeister Kurt Lentsch sieht die Lösung in einem zweiten Hafen beim Schulzentrum mit Parkplätzen und Wasser-Taxi. Da das Projekt rund zwei Millionen Euro kostet und Neusiedl sich in der Phase der Konsolidierung befindet, ist das aber Zukunftsmusik.

"Von dem Hafen ist schon lange die Rede, passiert ist nichts", ärgert sich SP-Vizebürgermeisterin Elisabeth Böhm. An heißen Sommertagen wird der "Parkplatzhorror" also auch in Zukunft für hitzige Diskussionen sorgen. Ein Shuttle und die Aufhebung des Parkverbots auf der Seestraße soll die Situation vorerst entschärfen.

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