Ein Polizist als Uhudler-Fan

General Schnakl…
Foto: /BMI/Gerd Pachauer General Schnakl

Reinhard Schnakl machte Karriere als Beamter in Wien. Dem Südburgenland bleibt er treu.

Wenn Reinhard Schnakl über das Burgenland redet, beginnen seine Augen zu funkeln. Man sieht dem Leiter der Gruppe II/A (Organisation, Dienstbetrieb und Einsatz) in der Generaldirektion für öffentliche Sicherheit an, dass er nach all den Jahren in Wien noch immer sehr mit seiner Heimat verbunden ist.

Reinhard Schnakl stammt aus Luising (Bezirk Güssing). Dass er einmal zur Polizei geht, war für den 45-Jährigen immer klar. "Ich habe beim Gendarmerieposten in Fürstenfeld angefangen, bin bald in den Kriminaldienst gewechselt", erzählt er. "Eigentlich wollte ich immer zur Cobra", sagt er.

Es folgten weitere berufliche Stationen in Söchau, Mödling und schließlich verschlug es ihn 2001 ins Innenministerium nach Wien. Die Cobra wurde es zwar nicht, jedoch hat er in seiner heutigen Funktion, die er seit 1. April inne hat, mit ihr zu tun. "Die Sonderheiten sollen aufgestockt werden und eine bessere Ausstattung bekommen, unter anderem neue Schutzhelme und Schutzwesten", sagt Schnakl.

Das Burgenland ist dem General nach wie vor ein großes Anliegen. Es sei das sicherste Bundesland mit der niedrigsten Kriminalitätsrate und dennoch sei das Sicherheitsgefühl der Burgenländer österreichweit am niedrigsten. "Nickelsdorf, Heiligenkreuz, die Bilder der Flüchtlingskrise 2015 haben die Menschen geprägt. Fragt man aber genauer nach, ob sie sich fürchten, verneinen die meisten", sagt Schnakl. Um das Sicherheitsgefühl im Land zu stärken, wurde das Projekt "Gemeinsam sicher" eingeführt. "Wir wollen der Polizei wieder ein Gesicht geben. In jeder Polizeistation gibt es einen Sicherheitsbeauftragten mit dem Ziel, Problemstellungen regional zu lösen."

Wenn es die Zeit zulässt, fährt Reinhard Schnakl gerne in die Heimat, ins Südburgenland. Beinahe genauso wichtig wie die Sicherheit im Land sei ihm der Erhalt des Uhudlers. "Ich habe einen Weinkeller in Heiligenbrunn übernommen und einen eigenen Uhudlerweingarten. Natürlich war es mir wichtig, dass er gerettet wird. Er gehört zum Südburgenland dazu", betont er. Wann er wieder in seiner Heimat sei? "Spätestens beim Uhudlerfest in Heiligenbrunn."

(kurier) Erstellt am
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