Ein Paradies für Eis-Liebhaber

Joachim Kitzwögerer, Eissalon Heiling…
Foto: /PETER ROZSENICH Joachim Kitzwögerer läutet  im Mittelburgenland die Eiszeit ein

Heiling Eis stockt auf und will mit Erlebniswelt 100.000 Besucher gewinnen.

Eineinhalb Millionen Kugeln – soviel verkauft Joachim Kitzwögerer von seinem Heiling Eis pro Jahr im Burgenland, in Wien und in Niederösterreich. Dass es künftig noch mehr Kugeln werden, dafür will der Unternehmer nicht nur mit der Gründung neuer Standorte im In- und Ausland sorgen. In einer Eis-Erlebniswelt will er die Besucher auf den guten Geschmack bringen und ihnen gleichzeitig auch ein buntes Unterhaltungsprogramm bieten. Jetzt sucht Kitzwögerer noch einen geeigneten Standort.

Eineinhalb bis zwei Hektar groß sollte das zentral gelegene Areal sein, auf dem der Unternehmer seinen Traum erfüllen möchte. "Da soll es alles geben, was mit Eis zu tun hat", sagt Kitzwögerer. Eis essen soviel man mag – das soll nur eines der Angebote der Eis-Erlebniswelt werden. Von der Schauproduktion über ein Eis-Drive-In bis hin zum Vergnügungspark mit Fahrattraktionen und einem Streichelzoo will der Unternehmer aufwarten. Dafür will er bis zu 2,5 Millionen Euro investieren, als sein Ziel nennt er 100.000 Besucher pro Jahr. "Das Angebot richtet sich an alle, vom Erwachsenen bis zu den Schulklassen." Auch die Produktionsstätte soll von Lockenhaus zur neuen Eis-Erlebniswelt verlegt werden.

Vom ursprünglichen Plan, das Projekt in Lockenhaus umzusetzen sei er wieder abgekommen. Ein Standort in der Nähe der Schnellstraße S 31 wäre optimal, erklärt Geschäftsführerin Christine Schmidt.

In zehn Filialen – fünf davon werden von Franchiseunternehmen betrieben– gibt es derzeit Heiling Eis zu kaufen. Für die Saison 2017/2018 sei es geplant, ganzjährig und ohne Winterpause zu produzieren. Damit wolle man den Mitarbeiterstand an allen zehn Standorten auf 90 steigern. Derzeit sind 32 Mitarbeiter mit der Produktion und dem Verkauf von Heilingeis beschäftigt, die Franchisepartner haben weitere rund 45 Beschäftigte.

Dubai und Florida

Gestartet wurde vor 90 Jahren in Lockenhaus, wo die süße Köstlichkeit seither von Hand gemacht wird. Jetzt gibt es den eisigen Genuss unter anderm in Oberpullendorf und Mattersburg, aber auch in Wien und NÖ zu kaufen. Auch aus Dubai und Florida gebe es Anfragen zur Gründung eines Standortes. Laut eigenen angaben ist Heilingeis der fünftgrößte Produzent von handgemachtem Eis in Österreich.

80 verschiedene Geschmacksrichtungen hat Heilingeis im Sortiment. "Wir haben auch viel Ausgefallenes wie das Gemüse-, das Uhudler- und das Blaufränkisch-Eis, die heuer neu im Sortiment sind", sagt Schmidt. Die Zutaten stammen großteils aus der Region. Viele Sorten sind glutenfrei, einige auch vegan.

St.Margarethen

Familypark weitet Angebot aus

Weitere Attraktionen sollen noch mehr Besucher bringen.

Märchenfiguren aus Stein gemeißelt und ein Besuch im Streichelzoo – das waren erste Attraktionen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren die Kinderherzen im Märchenpark in St. Margarethen höherschlagen ließen. 1966 hatte sich Erwin Müller den Traum, einen eigenen Märchenpark zu eröffnen, erfüllt.

Mittlerweile haben sein Sohn und dessen Ehefrau Ulrike den Betrieb übernommen und sukzessive erweitert. Hunderttausende Besucher lockt der nach eigenen Angaben größte Freizeitpark Österreichs pro Jahr an. 633.000 waren es im Vorjahr, sagt Lisa Wagner-Körmendi, Sprecherin des mittlerweile umbenannten Familyparks.

Auf mittlerweile 145.000m² erfreuen neben 28 Fahrattraktionen auch die Themenwelten die Besucher. Rund vier Millionen Euro wurden heuer in neue Attraktionen investiert. Ein weiterer Ausbau ist geplant.

Drei Viertel der Besucher kommen aus Österreich. Für Gäste, die beim Neusiedler See urlauben, ist der Park eine begehrte Destination. "Wir sind langsam gewachsen", nennt Wagner-Körmendi einen Punkt des Erfolgskonzepts. Neue Angebote im Burgenland, wie die Eis-Erlebniswelt sehe man nicht als Konkurrenz: "Jeder hat da eine andere Zielgruppe".

Ad acta gelegt wurde dagegen ein anderes touristisches Projekt im Südburgenland: Für die Umsetzung des geplanten Zombielands in Markt Allhau gebe es derzeit kein Ansuchen mehr, sagt Bürgermeister Hermann Pferschy.

(kurier) Erstellt am
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